Ski-Weltcup: Loïc Meillard zeigt sich vor dem Slalom in Wengen locker 

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Wengen«Es ist nicht schön, aber gehört dazu» – Meillard zeigt sich vor Slalom locker 

Loïc Meillard fuhr in dieser Slalom-Saison bisher starke Resultate ein. Vor dem Rennen in Wengen hat der 26-Jährige Respekt, geht aber ohne Druck an die Aufgabe heran. 

von
Adrian Hunziker
(aus Wengen)

In Adelboden am Chuenisbärgli verpasste Meillard das Podest äusserst knapp. 

SRF

Darum gehts

  • Mit dem Slalom am Sonntag geht das Weltcup-Weekend in Wengen zu Ende. 

  • Der Schweizer Loïc Meillard macht sich Hoffnungen auf einen Podestplatz. 

  • Der 26-Jährige scheint vor dem Rennen keinen Druck zu verspüren. 

Dritter, Vierter, Achter und einmal ausgeschieden – das ist die Bilanz von Loïc Meillard im Slalom in dieser Saison. Es sind starke Resultate des Neuenburgers. Speziell, wenn man weiss, dass der 26-Jährige auch im Riesenslalom und im Super-G mit den Besten mithalten kann – am Freitag wurde er im Super-G am Lauberhorn Neunter. Was ihm noch fehlt, ist der erste Weltcupsieg im Slalom. Zwei Mal war er bereits Zweiter (im Dezember 2018 in Saalbach Hinterglemm und im Februar 2022 in Garmisch-Partenkirchen) und einmal Dritter (im letzten Dezember in Val d’Isère). 

Nun also der nächste Versuch, dieses Mal am Sonntag in Wengen (ab 10.15 Uhr live bei uns im Ticker). Ein Heimrennen, das seit 36 Jahren keinen Schweizer Sieger mehr gesehen hat. Damals triumphierte der Walliser Joël Gaspoz. Ein noch aktiver Walliser, Daniel Yule, war letztes Jahr als Zweiter sehr nahe am Erfolg, er musste sich nur dem Norweger Lucas Braathen geschlagen geben. Was spricht denn heuer für einen Schweizer Erfolg? «Die Lockerheit im Slalom ist da, es passt ganz gut», sagt Meillard über sich selber. 

Keinen Einfluss auf das Wetter

Er hat in dieser Saison in jedem Slalom mindestens einen guten Lauf gezeigt. «Nun heisst es, zwei starke Läufe ins Ziel bringen. Dann ist ein Podestplatz möglich», lautet die Kampfansage des Neuenburgers. Meillard weiss aber, dass es sich in Wengen um eine schwierige Piste handelt, «die Strecke ist sehr anspruchsvoll, man muss attackieren».

Als weiterer schwieriger Aspekt kommt hinzu, dass die Wettervorhersage für Sonntag schlecht ist, Regen und Schnee sind möglich. Diese Umstände stören Meillard keineswegs, wie er im Gespräch mit 20 Minuten bestätigt. «Ich gehe mit der genau gleichen Einstellung ins Rennen, will nicht zu viel überlegen. Am Wetter können wir nichts ändern, es ist für alle gleich. Wenn es regnet, ist es nicht schön, aber es gehört dazu.» Mit dieser unerschrockenen Einstellung steht einem erfolgreichen Abschneiden im letzten Wengener Rennen dieses Jahres wohl nichts mehr im Weg. 

Fährt Meillard am Sonntag aufs Slalom-Podest?

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