04.06.2015 20:54

Timea Bacsinszky

«Es ist nur ein Tennismatch»

Nach der Halbfinal-Niederlage gegen Serena Williams vergoss Timea Bacsinszky bittere Tränen. An der Pressekonferenz gab sie sich wieder gefasst.

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kai

Der bittere Abgang von Timea Bacsinszky. (Quelle: Twitter)

Sie war nahe dran, als erste Schweizerin seit Martina Hingis 1999 in den Final von Paris vorzustossen. Doch just als Timea Bacsinszky gegen Serena Williams auf den Sieg zusteuerte, 6:4, 3:2 mit Break führte, drehte die Weltnummer 1 auf und überliess ihr kein Game mehr. Die Gedanken an das wunderbare Märchen, das sie in den vergangenen zwei Wochen geschrieben hatte: weit weg. Stattdessen vergoss die Lausannerin bittere Tränen der Enttäuschung, als sie den Court verliess.

Über eine Stunde blieb sie in der Garderobe, übermannt von ihren Emotionen. Später an der Pressekonferenz sagte sie, was ohnehin offensichtlich war: «Diese Niederlage ist hart. Ich bin enttäuscht.» Dennoch gelang es Bacsinszky, den Match nüchtern und sachlich einzuordnen. «Serena war besser und hat es verdient. Sie hat einen grossartigen Match gezeigt, denn ich habe auch gut gespielt. Es ist nur ein Tennismatch», sagte sie.

«Es war besser als beim letzten Mal»

Bacsinszky verneinte, dass sie Williams' Mätzchen – die Amerikanerin war angeschlagen und brachte das gestenreich zum Ausdruck – irritierten. «Ich schaue nicht darauf, was mein Gegenüber macht. Ich konzentriere mich voll auf mich. Ich habe keine Ahnung, wie fit sie war. Nur sie weiss, wie sie sich gefühlt hat», sagte die 25-Jährige.

Natürlich spürte Bacsinszky, dass Williams Mitte des zweiten Durchgangs plötzlich Fahrt aufnahm, und versuchte, sich gegen die Wende zu stemmen. «Wenn du merkst, dass deine Gegnerin besser wird, musst du zeigen, dass du bereit bist für den Sturm. Ich habe gekämpft, um mein Niveau zu halten», sagte sie. Es sollte am Ende nicht genug Gegenwehr sein, um die 19-fache Major-Siegerin und deren Powertennis zu stoppen. «Ich bin traurig. Wir verlieren alle nicht gerne. Aber es war viel besser als beim letzten Mal», fand Bacsinszky, die im März in Indian Wells 5:7, 3:6 gegen Williams verloren hatte.

Obwohl das Turnier mit einer Enttäuschung endete, behielt die Schweizerin den Blick fürs grosse Ganze. Sie könne viel Positives aus Paris mitnehmen, sagte sie. «Ich hoffe, diese zwei Wochen werden mir für die Zukunft helfen.» Und: «Ich werde nun weiter arbeiten und versuchen, das nächste Mal besser zu sein.»

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