Aktualisiert 09.07.2006 23:07

Es ist richtig Sommer

Viele Leute in der Schweiz haben am Wochenende dank Hochsommerwetter einen fast perfekten Ferienauftakt genossen. Und die Wetterprognosen verheissen auch für die kommenden Tage Gutes.

Der Verkehr in Richtung Süden staute sich vor dem Gotthardtunnel am Samstag auf mehreren Kilometern, rollte am Sonntag aber weitgehend flüssig. Bei Verkehrsunfällen gab es mindestens zwei Tote und mehr als 30 Verletzte.

Mit dem Ferienbeginn in 14 Kantonen sowie mehreren deutschen Bundesländern schwoll das Verkehrsaufkommen am Wochenende an. Vor dem Gotthard-Nordportal stauten sich die Autos am Samstag auf bis zu sieben Kilometer. Schon am Freitag hatte sich der Verkehr durchgehend von 10.30 bis um 23.30 Uhr auf bis zu vier Kilometern gestaut. Am Sonntag rollte der Verkehr weitgehend flüssig.

Auch der Zug- und der Flugverkehr zogen am Wochenende an. Die SBB führten laut einem Sprecher mehrere Züge, vorwiegend Richtung Süden, mit zusätzlichen Wagen. Am kommenden Wochenende sollen zwei zusätzliche Züge die morgendlichen Cisalpino-Züge ab Zürich entlasten. Auch am Zürcher Flughäfen werden die Passagierzahlen am kommenden Wochenende noch stärker zunehmen, wenn auch im Kanton Zürich die Ferien beginnen. Dies beschert Zürich-Kloten in der Regel das betriebsamste Sommerwochenende. Laut einer Flughafensprecherin wird dann pro Tag mit über 70.000 Passagieren gerechnet. Dieses Wochenende waren es rund 60.000.

Zum Ferienauftakt spielte das Wetter mit. Zwar gab es in Gewittern vereinzelt Schauer, doch war das Wetter hochsommerlich schön, wie Patrick Hächler von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. Die Temperaturen kletterten örtlich knapp unter die 30-Grad-Marke, wurden zum Teil aber auch durch aufziehende hohe Wolken gedämpft. Nächste Woche erwartet Hächler weiterhin hochsommerliche Verhältnisse mit Temperaturen zwischen 26 und 31 Grad. Einzig am Mittwoch dürfte es gewittrig sein.

Im Wochenendverkehr ereigneten sich zahlreiche Unfälle. Mindestens zwei Menschen starben dabei seit Freitagnachmittag. Die beiden Toten wurden in Henggart bei Winterthur verzeichnet, wo ein 72-jähriger Mann und seine gleichaltrige Mitfahrerin bei der Kollision ihres Personenautos mit einem Lastwagen tödlich verletzt wurden. Bei weiteren Unfällen wurden bis am Abend mehr als 30 Verletzte gezählt.

In mehreren Kantonen verzeichnete die Polizei auffallend viele angetrunkene Autofahrer. Wochenend-rekordverdächtig ist ein Waadtländer der in Genf ertappt wurde: Beim Ins-Röhrchen-Blasen zeigte sich ein Alkoholwert von 2,45 Promille. (dapd)

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