Sennenchilbi Schwyz: «Es ist schön, einmal die alten Bräuche zu sehen»
Aktualisiert

Sennenchilbi Schwyz«Es ist schön, einmal die alten Bräuche zu sehen»

Ausnahmezustand in Schwyz: Am Wochenende fand die Sennenchilbi statt, die es nur alle vier Jahre gibt. Höhepunkt des Spektakels war der grosse Umzug am Sonntag.

von
Noah Knüsel

Sehen Sie einige Eindrücke von der Sennenchilbi im Video. (Video: nk)

«Es herrscht eine super Stimmung und tolles Wetter – wie man es sich wünscht», sagt Franz Hediger, OK-Präsident der Sennenchilbi. Er ist froh, dass sich das Wetter aufs Wochenende hin gebessert hat: «Zum Glück ist es etwas wärmer geworden, dadurch kommen sicher noch mehr Leute.» Er ist zuversichtlich, dass die 10'000 Besucher an der letzten Sennenchilbi erreicht oder sogar übertroffen werden können.

Erstmals Wasserbüffel dabei

Nur alle vier Jahre findet das Spektakel statt. Herzstück ist der grosse Umzug am frühen Nachmittag, bei dem 600 Teilnehmer Einblick in den landwirtschaftlichen Alltag von früher geben. Franz Hediger schätzt, dass auch rund 120 Tiere mitlaufen: Von Rindern über Pferde bis hin zu Kleintieren wie Ziegen und Schafen. «Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal Wasserbüffel dabei – wir sind gespannt, wie das wird», so Hediger. Durch ihr spezielles Aussehen fallen die Tiere natürlich sehr auf – und sie können störrisch sein: «Wenn sie gestresst sind, liegen sie einfach auf den Boden und bewegen sich nicht weiter, hat mir der Halter erklärt», sagt Hediger und lacht.

Im Februar 2016 haben die Vorbereitungen begonnen. Diese haben viele Arbeitsstunden gekostet. «Ich freue mich, dass es nun endlich so weit ist», so OK-Präsident Hediger. Es sei ein Stück weit auch eine Last, die von einem abfalle.

«Schön, die alten Bräuche mal zu sehen»

Doch es sind keineswegs nur ältere Leute, die den Weg an die traditionsreiche Sennenchilbi finden. Die 13-jährige Corina Schuler aus Steinerberg etwa sagt: «Es ist sehr schön und eindrücklich.» Passend zur Veranstaltung trägt sie ein Familienerbstück: «Mein Sennenhemd hat meine Urgrossmutter damals selbst gestickt.»

Manuela und Lukas Ineichen aus Neuenkirch nutzen den Sonntag für einen Familienausflug an die Sennenchilbi: «Es ist schön, die alten Bräuche, von denen die Grosseltern erzählt haben, mal zu sehen», sagt die 25-Jährige. Für Remo Oberholzer und Silvan Gwerder ist der Weg weniger weit – sie wohnen in Schwyz. Für sie hat ein Besuch an der Sennenchilbi Tradition. «Dann sieht man die Geissen und die Kühe und das aller wieder. Das ist halt einfach Tradition», sagt der 18-jährige Silvan.

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