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Didier Cuche«Es ist schon etwas verrückt»

Didier Cuche hat sich mit seinem fünften Kitzbühel-Triumph unsterblich gemacht. Der abtretende Schweizer Speedkönig war vor dem Rennen so nervös wie immer.

von
Herbie Egli

Didier Cuche hat die legendäre Streif-Abfahrt in Kitzbühel zum fünften Mal gewonnen. Damit ist der 37-jährige Neuenburger vor Franz Klammer alleiniger Rekordhalter. Die Strecke war wegen Nebel und Schneefall stark verkürzt worden. Dies hinderte den Schweizer Speedstar aber nicht daran, den Abfahrtsklassiker vor den drei Österreichern Romed Baumann, Klaus Kröll und Joachim Puchner für sich zu entscheiden. Die östlichen Nachbarn warten nun schon seit sechs Jahren auf einen Heimsieg in Kitzbühel.

«Es ist schon etwas verrückt und der Sieg ist etwas besonders, weil ich hier zum letzten Mal am Start war», so der Kitz-Triumphator. Das Adrenalin schoss Cuche aber genau so durch die Adern wie in den letzten Jahren. «Ich war gleich nervös wie sonst. Ich sagte mir einfach, jetzt ist es das letzte Mal, also gib ihm.» Mit gib ihm meinte Cuche Gas geben und dies tat der 37-jährige Routiner auf souveräne Art und Weise. Für Cuche ist es nach 2010 und 2011 der dritte Triumph nacheinander in Kitzbühel. Es ist sein insgesamt 19. Weltcupsieg.

«Zum Glück ist er nächstes Jahr nicht mehr dabei»

Die geschlagenen Österreicher ärgerten sich in erster Linie über den verpassten Sieg, mochten Cuche den Triumph aber gönnen. «Es ist schade, dass ein so erfolgreicher Skifahrer abtritt», sagte Kröll. Er und sein Teamkollege Romed Baumann meinten sogar ironisch: «Zum Glück ist er nächstes Jahr nicht mehr dabei.»

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