«South Park»-Macher: «Es ist schwierig, sich über Trump lustig zu machen»
Publiziert

«South Park»-Macher«Es ist schwierig, sich über Trump lustig zu machen»

Donald Trump wird in der Comicserie «South Park» nur indirekt angegriffen – nun verrraten die kreativen Köpfe hinter der bitterbösen Satire-Show, wieso.

von
nei
1 / 5
Während Hillary Clinton von den «South Park»-Machern originalgetreu dargestellt wurde, setzten Trey Parker und Matt Stone als Comic-Version von Donald Trump ihre Figur Mr. Garrison ein.

Während Hillary Clinton von den «South Park»-Machern originalgetreu dargestellt wurde, setzten Trey Parker und Matt Stone als Comic-Version von Donald Trump ihre Figur Mr. Garrison ein.

Screenshot
Im Laufe der vergangenen zwei Staffeln entwickelte sich Mr. Garrison vom Lehrer der «South Park»-Kinder ...

Im Laufe der vergangenen zwei Staffeln entwickelte sich Mr. Garrison vom Lehrer der «South Park»-Kinder ...

Screenshot
... zum politischen Hardliner. «Wir wollten das veräppeln, was gerade passierte, aber wir kamen einfach nicht mehr mit – die Realität war viel lustiger als alles, was uns hätte einfallen können», sagen Parker und Trey nun.

... zum politischen Hardliner. «Wir wollten das veräppeln, was gerade passierte, aber wir kamen einfach nicht mehr mit – die Realität war viel lustiger als alles, was uns hätte einfallen können», sagen Parker und Trey nun.

Screenshot

Er sieht aus wie Trump, er spricht wie Trump – genau genommen ist es aber eine altbekannte «South Park»-Figur: Der Lehrer Mr. Garrison muss in der Kultserie als neuer US-Präsident herhalten. Im Laufe der letzten Staffeln entwickelte er sich zu einem polternden Hardliner, sodass keine Zweifel mehr bestanden, auf wen die Figur anspielen soll.

In der 20. Staffel zog Mr. Garrison nun ins Weisse Haus ein und die «South Park»-Macher Trey Parker und Matt Stone erklären, warum der «reale» Trump auch weiterhin nicht in ihrer Serie erscheinen wird.

«Die Realität war viel lustiger»

«Das war knifflig, weil die Satire mittlerweile zur Realität geworden ist», sagt Parker zu ABC. «Es ist schwierig, sich über ihn lustig zu machen.» Bereits in der 19. Staffel hätten sie gewisse Schwierigkeiten gehabt: «Wir wollten das veräppeln, was gerade passierte, aber wir kamen einfach nicht mehr mit – die Realität war viel lustiger als alles, was uns hätte einfallen können.»

Mr. Garrisons Führung durch das Pentagon. (Quelle: Youtube / South Park Studios)

Relativ früh hätten Parker und Trey deshalb entschieden, sich «zurückzuziehen»: «Wir dachten, wir lassen die Realität ihre Comedy machen und wir machen weiterhin unsere.» Am Ende habe man Trump auch nicht in die Hände spielen wollen: «Wir sagten uns: ‹Scheiss auf ihn, wir geben ihm diese Genugtuuung nicht.›»

Deine Meinung