Aktualisiert 25.05.2020 04:50

Hotelplan-Chef kritisiert

«Es ist unglaublich, was sich die Swiss erlaubt»

In einem Interview beklagt sich der Hotelplan-Chef über die Swiss. Diese würde die Branche in den Abgrund drängen.

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Die Swiss wird vom Chef von Hotelplan schwer kritisiert.

Die Swiss wird vom Chef von Hotelplan schwer kritisiert.

KEYSTONE
Thomas Stirnimann, hat in einem Interview seinen Unmut über die Fluggesellschaft Swiss kundgetan. «Es ist unglaublich, was sich die Swiss derzeit erlaubt», sagte er den «Zeitungen der CH-Media» vom Montag.

Thomas Stirnimann, hat in einem Interview seinen Unmut über die Fluggesellschaft Swiss kundgetan. «Es ist unglaublich, was sich die Swiss derzeit erlaubt», sagte er den «Zeitungen der CH-Media» vom Montag.

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Die Reisebüros würden der Swiss und somit der Lufthansa-Gruppe zahlreiche Millionen von Kundengeldern vorschiessen, erklärte er.

Die Reisebüros würden der Swiss und somit der Lufthansa-Gruppe zahlreiche Millionen von Kundengeldern vorschiessen, erklärte er.

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Darum gehts

  • Hotelplan-Chef Thomas Stirnimann kritisiert die Swiss
  • Diese halte Kundengelder zurück
  • Stirnimann fordert eine Überarbeitung des Pauschalreisegesetz
  • Hotelplan schliesst mögliche Entlassungen nicht aus

Der Chef der Migros-Tochtergesellschaft Hotelplan, Thomas Stirnimann, hat in einem Interview seinen Unmut über die Fluggesellschaft Swiss kundgetan. «Es ist unglaublich, was sich die Swiss derzeit erlaubt», sagte er den «Zeitungen der CH-Media» vom Montag. Die Reisebüros würden der Swiss und somit der Lufthansa-Gruppe zahlreiche Millionen von Kundengeldern vorschiessen, erklärte er.

Aufgrund des Pauschalreise-Gesetzes seien die Reisebüros nämlich verpflichtet, «den Kunden das Geld bei Annullationen zurückzubezahlen», führte der Manager weiter aus. Aber von der Fluggesellschaft Swiss käme praktisch nichts. «Die Kundengelder hat sie abkassiert und dann in ihren Systemen die Rückerstattung einseitig blockiert», beklagte sich Stirnimann weiter.

Rasche Handlung erwartet

Mit ihrem Vorgehen dränge Swiss die gesamte Branche an den Abgrund, sagte er zudem. Der Hotelplan-Chef begrüsst es daher, dass die Swiss verpflichtet wurde, den Reisebüros die bereits erhaltenen Kundengelder für nicht stattfindende Flüge bis September zurückbezahlen muss, sofern Kredite des Bundes fliessen. «Ich erwarte erste Rückzahlungen sobald die erste Tranche der Bankkredite fliesst, nicht erst im September», betonte der 57-Jährige.

Obendrein forderte der Hotelplan-Chef, dass das Pauschalreisegesetz dringend überarbeitet wird. Die Airlines müssten dabei verpflichtet werden, die Kundengelder abzusichern. «Irgendwie haben sie es immer geschafft, sich dieser Verpflichtung der Kundengeldabsicherung zu entziehen», sagte Stirnimann gegenüber «CH-Media».

Angesichts der Coronavirus-Krise wollte der Hotelplan-Chef zudem keine Entlassungen ausschliessen. Bezüglich der Verlustprognose sagte er, es sei klar, «dass es dunkelrote Zahlen sein werden».

(SDA)

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106 Kommentare
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BrunoF

26.05.2020, 05:20

Es ist doch egal, ob das Geld zurück kommt oder nicht. Am Tag nach dem gebuchten Flug habt ihr genau gleich viel Geld auf dem Konto, einfach ohne geflogen zu sein. Und die Swiss hätte euch so oder so nicht mit eurem Geld geflogen sondern mit dem Geld der zukünftigen Passagieren.

GR

26.05.2020, 02:58

Was sich Swiss erlaubt ist eine absolute Schweinerei. Und so ein Unternehmen, soll mit Steuergeldern unterstützt werden? Der Bundesrat muss klare Bedingungen stellen und da gehört auch die sofortige Rückerstattung von Gelder an Kunden die ihre Reise nicht antreten konnten. Interessant ist die Haltung des Gesetzes in diesem Fall. Stoppt sofort das Gebaren der Siwiss oder die Reisebranche wird noch mehr in Keidenschaft gezogen und an Vertrauen verlieren.

Das war einmal...

25.05.2020, 09:36

Traurig was sich die Swiss ihren Kunden gegenüber verhaltet. Man sollte diese Fluggesellschaft nicht noch mehr unterstützen und halt bei anderen Fluggesellschaften buchen. Die Glanzzeiten hat die Swiss eindeutig hinter sich gelassen, zu viel Geld in sie zu buttern, lohnt sich nicht mehr.