Mujinga Kambundji: «Es ist unglaublich, wie in einem Märchen»

Aktualisiert

Mujinga Kambundji«Es ist unglaublich, wie in einem Märchen»

Mujinga Kambundji ist der neue Stern am Schweizer Leichtathletik-Himmel. Die 22-jährige Bernerin qualifiziert sich an den Europameisterschaften auch über 200 m für den Final.

von
als/hua

Zweite Disziplin, zweiter Final: «Es ist irgendwie unglaublich, wie in einem Märchen. Ich bin natürlich superglücklich», sagte Kambundji nach ihrem furiosen Halbfinal-Lauf über 200 m. Mit 22,94 Sekunden blieb die Bernerin erstmals in ihrer Karriere unter 23 Sekunden und qualifizierte sich mit der insgesamt sechstbesten Zeit für den Final.

Die EM-Vierte über 100 m konnte sich erneut auf einen brillanten Start verlassen. Angesichts der vielen EM-Rennen, die Kambundji bereits in den Beinen hat, ist es verständlich, dass sie das Tempo auf der Zielgeraden nicht mehr wie erhofft verschärfen. «Auf den letzten 20 bis 30 Metern wurden die Beine etwas schwer.» Gereicht hat es trotzdem.

Viel Zeit, die Muskeln zu entspannen, bleibt der 23-Jährigen nicht. Schon am Freitagabend geht es mit dem Final weiter. «Heute Abend werde ich beim Physio vorbeischauen, etwas essen und dann probieren zu relaxen.»

Sprunger ist bereit für die Staffel

Ausgeschieden ist Léa Sprunger, die sich ebenfalls den Einzug in den Final zum Ziel gesetzt hatte. Mit 23,12 Sekunden stellte die 24-jährige Waadtländerin immerhin eine persönliche Saisonbestzeit auf. «Ich hatte einen guten Start und auch meine Beine fühlten sich gut an.» Nach einem guten Kurvenlauf verlor Sprunger dann aber den Anschluss an die Spitze. «Ich habe die Qualifikation auf den letzten 50 Metern verpasst. Ich hatte keine Energie mehr.» Ein Glück, werden von Sprunger im Staffel-Wettbewerb «nur» 100 m verlangt. «Ich werde das Positive vom heutigen Rennen für die Staffel mitnehmen. Und die ersten 150 m waren gut.»

Zur Infografik »

(als/hua/si)

Deine Meinung