41 Ansteckungen in Muttenzer Altersheim – «Es ist unklar, wie das Virus ins Altersheim gelangte»
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41 Ansteckungen in Muttenzer Altersheim«Es ist unklar, wie das Virus ins Altersheim gelangte»

Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz kam es zu einem Coronavirus-Ausbruch. 41 Personen haben sich angesteckt, eine Bewohnerin verstarb. Laut dem Altersheim kam der Ausbruch «unerwartet», die Schutzmassnahmen seien konsequent eingehalten worden.

von
Seline Bietenhard
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Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz wurden 41 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, darunter 27 Bewohnerinnen und Bewohner, sowie 14 Mitarbeitende.

Im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz wurden 41 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, darunter 27 Bewohnerinnen und Bewohner, sowie 14 Mitarbeitende.

Käppeli Muttenz
Eine Bewohnerin verstarb am Donnerstag. Das Amt für Gesundheit machte aus Datenschutzgründen keine Angaben zum Zusammenhang mit einer Infektion.

Eine Bewohnerin verstarb am Donnerstag. Das Amt für Gesundheit machte aus Datenschutzgründen keine Angaben zum Zusammenhang mit einer Infektion.

20min/Celia Nogler
Laut dem Alters- und Pflegeheim kam der Ausbruch «unerwartet».

Laut dem Alters- und Pflegeheim kam der Ausbruch «unerwartet».

20min/Celia Nogler

Am Donnerstag meldete die Baselbieter Gesundheitsdirektion, dass im Alters- und Pflegeheim Käppeli in Muttenz 41 Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Unter den Angesteckten befinden sich 27 Bewohnerinnen und Bewohner und 14 Mitarbeitende des Alters- und Pflegeheims. Eine Bewohnerin verstarb am Donnerstag. Das Amt für Gesundheit machte aus Datenschutzgründen keine Angaben zum Zusammenhang mit einer Infektion. Nun nahm das Altersheim am Freitag Stellung zu den Ansteckungen.

«Der Corona-Ausbruch kam unerwartet, bisher sind wir eineinhalb Jahre vom Virus verschont geblieben», sagte Ellen Wieber, Heimleiterin des Alters- und Pflegeheims Käppeli am Freitag zu 20 Minuten. Wie das Virus in das Heim gelangte, sei unklar. «Die Anzahl der geimpften Bewohnerinnen und Bewohner ist sehr hoch», so Wieber. Von den Infizierten seien fünf Bewohnende nicht geimpft. «Bei den Mitarbeitenden ist der Impfstatus gleich wie in anderen, vergleichbaren Gesundheitsbereichen», sagte die Heimleiterin.

«Es werden alle Schutzmassnahmen eingehalten»

«Das Alters- und Pflegeheim Käppeli war eines der ersten, bei denen die mobile Impfequipe im Einsatz war», erklärte Mirjam Hentschel vom Amt für Gesundheit Baselland gestern gegenüber 20 Minuten. Man habe sich dort strikt an die Massnahmen gehalten und «stets vorbildlich» agiert. Auch laut der Heimleitung würden alle Schutzmassnahmen eingehalten werden. «Die Maskentragepflicht wird konsequent eingehalten, Schutzmaterial ist genügend vorhanden und die Mitarbeitenden werden stetig sensibilisiert und sind sehr pflichtbewusst», sagte Ellen Wieber. Die Hygienevorschriften würden eingehalten werden. «Es gibt dazu Standards im Heim, welche eingehalten werden müssen», so Wieber weiter. Das Schutzkonzept werde stets angepasst und nach den Vorgaben des Branchenverbandes Curaviva umgesetzt. «Die jetzige Situation zeigt aber auch, wie wenig es braucht und wie fragil die Situation ist», sagte Wieber.

Das vom Coronavirus betroffene Stockwerk im Altersheim wurde isoliert und das Heim wurde, mit der Ausnahme von Härtefällen, in Kooperation mit dem Kantonsärztlichen Dienst für zwei Wochen geschlossen. Es sei geplant, vor Ort Booster-Impfungen durchzuführen, sobald dies möglich ist.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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