Nach Aus in Gstaad: «Es ist Zeit, in Rente zu gehen»

Aktualisiert

Nach Aus in Gstaad«Es ist Zeit, in Rente zu gehen»

Roger Federer ist in Gstaad gleich bei seinem ersten Auftritt ausgeschieden – sang- und klanglos. Die 20-Minuten-User sind tief gespalten über das Genie «RF».

von
kub

Nach neun Jahren Abwesenheit kehrte Tennis-Star Roger Federer in diessem Sommer erstmals wieder auf den Court in Gstaad zurück. Bereits am Dienstag durfte er auf dem Platz vor frenetischem Publikum Desirée entgegennehmen.

Die Kuh brachte ihm kein Glück. Federer schied bei seinem ersten Auftritt im Achtelfinal gegen Daniel Brands (ATP 55) mit 3:6 und 4:6 aus. Die 20-Minuten-User sind sich nicht einig, ob sie weinen, lachen oder mit Federer Mitleid haben sollen. Das Bild des tragischen Helden ist allgegenwärtig in den Kommentaren.

Federer soll seine Karriere an den Nagel hängen. Viele loben seine erfolgreiche Laufbahn, denken aber, es sei jetzt Zeit aufzuhören. So User Willy: «RF war einst der Beste. Nun sind andere an der Reihe. Der Zeitpunkt aufzuhören hat er meiner Meinung nach bereits verpasst.» Auch User Mike ist im Elend: «Ist gut jetzt. Federer, hör bitte auf. Es ist nur noch traurig.» Oder User ATP: «Es ist Zeit, in Rente zu gehen.» Und: «Schade, wenn eine Legende nicht aufhören kann/will.» User Franz: «Man sollte wissen, wann der Höhepunkt vorbei ist und man sollte rechtzeitig aufhören, bevor man zur Lachnummer wird.» Er sei zu alt, zu müde.

«Ich sag nur Buuh»

Viele finden seinen Gstaad-Auftritt peinlich – ein Wort, das in den Kommentaren häufig vorkommt. Richtig sauer auf RF ist User Pascal: «Vor eigenem Publikum, welches sich so auf ihn gefreut hat, so unmotiviert zu spielen, ist geradezu eine Frechheit. Selbst ein King Roger kann sich nicht alles leisten. Ich sag nur 'Buuh'» User Roko gibt Roger einen Tipp – augenzwinkernd. Er möge doch besser auf Minigolf umsteigen.

Dass Federer in letzter Zeit häufig gegen unterklassige Gegner verliert, wird auch thematisiert. So auch von User Alex: «Roger mutiert langsam zum Lieblingsgegner der No-Names.»

«Mehr Training»

Dann gibt's die Stimmen, die weiter an Federer glauben, trotz diesem frühen Out. Sie spornen ihn an. User Grütze ist überzeugt: «Ich wette, Federer kommt nochmals zurück.» Armin M. meint zu wissen, dass Federer härter trainieren muss – und gibt ihm Tipps. «Jetzt gilt es, zurück ins Trainingscamp zu gehen und so hart zu trainieren wie dies die Gegner tun. Eine mehrmonatige Wettkampfpause ist dazu notwendig vor allem um im mentalen Bereich stark zu werden. Roger hat die Klasse um wieder aufzustehen!!»

Auch sein neuer Schläger wird angesprochen: Er wollte das Racket mit grösserem Schlägerkopf nur testen, so User Kasa. «Ich meine, er hat die zwei Turniere in Hamburg und Gstaad nur gebucht, um seine neuen Schläger zu testen, damit er dann in den USA bereit ist.» Warten wir's ab.

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