30.01.2020 19:30

Vignette ankleben«Es leben die Bussen, Bussen über alles»

Die Kantonspolizei Thurgau erinnerte am Mittwoch auf Facebook an die Regeln zum Ankleben der Vignette im Auto. Diese werden von 20-Minuten-Lesern kontrovers diskutiert.

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mig
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Die Schweizer Autobahnvignette gibt es seit 1985. Die Farbe hat immer wieder gewechselt. Seit damals war die Kombination von Jahreszahlfarbe und Hauptfarbe nie gleich.

Die Schweizer Autobahnvignette gibt es seit 1985. Die Farbe hat immer wieder gewechselt. Seit damals war die Kombination von Jahreszahlfarbe und Hauptfarbe nie gleich.

Keystone/Sigi Tischler
Hier die Ausgaben von 2005 bis 2012.

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2014 dann leuchtend rot ...

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Mediamarkt

Anfang Februar muss die neue Autobahn-Vignette am Auto oder Töff kleben, sonst gibt eine Busse. Dabei kommt es auch darauf an, wie die Vignette angebracht wird. Die Kantonspolizei Thurgau verfasste dazu am Mittwoch einen Facebook-Post. Die ganze Thematik traf offenbar einen wunden Punkt bei vielen Lesern. Der 20-Minuten-Artikel wurde innert weniger Stunden über 1000 Mal kommentiert.

Leserin Autofahrerin schreibt: «Es ist mein Auto und meine Vignette. Da lasse ich mir von niemandem vorschreiben, wie ich die Vignette im Auto anbringe.» Diese Sturheit kann teuer werden. Eine Busse bis zu 200 Franken droht, wenn die Vignette nicht korrekt angebracht ist. Zudem muss unter gewissen Umständen zusätzlich eine neue Vignette gekauft werden.

Zu teuer?

Einige Leser beklagen sich, die Vignette sei mit 40 Franken zu teuer. Die Antworten folgen prompt. «Wegen diesen 40 Stutz ein Büro auftun. Jeder Puffbesuch ist teurer», meint Rosawirtin. Ein anderer Leser ist der Meinung: «Wer die Vignette nicht bezahlen will, soll noch höher bestraft werden.» Viele erinnern zudem daran, dass die Kosten für die Benutzung der Autobahnen im Ausland deutlich höher sind.

Consumer 11 bringt die elektronische Vignette ins Spiel. Er möge das Ablösen und Kleben nicht. Das würde ein anderes Problem lösen, das viele Leser haben. Sie finden es nämlich unfair, dass es zwar Wechselnummern gibt, aber für jedes Auto eine Vignette nötig ist. Sinnbildlich als Antwort an diese Nörgler schreibt Jochen: «Mehrere Autos nur für einen Einzigen ist eh eine Luxusangelegenheit. Da kann man sich auch mehrere Vignetten leisten.»

Vignette hat auch Vorteile

In der Diskussion wurden aber auch konstruktive Vorschläge gemacht. Christopher ist etwa für eine verursachergerechte Benützungsgebühr. Maria sieht die ganze Sache eher praktisch. Sie schreibt: «Alle Jahre wieder einmal ein Grund, die Windschutzscheibe von innen zu putzen.»

Heinz Henniez hat Mühe mit den vielen Regeln in der Schweiz. Er meint: «Es geht darum, dass man überall abgezockt wird und das endet nicht beim Fahrzeughalter.» Ähnlich sieht es auch ein anderer User: «Es leben die Bussen! Bussen über alles! Bussen für alle!» Jon Bünzli bezeichnet die Schweiz gar als «Welt-Bussenland Nummer eins».

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