Chartstürmer Dean Lewis: «Es macht mir nichts aus, mich emotional zu öffnen»

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Chartstürmer Dean Lewis«Es macht mir nichts aus, mich emotional zu öffnen»

Popstar Dean Lewis spricht im Interview mit 20 Minuten Radio über seinen Umgang mit der Krebsdiagnose seines Vaters – und Reaktionen auf seine emotionale neue Single.

von
Melanie Biedermann
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Der Australier Dean Lewis machte neulich mit einer neuen Single von sich reden. 

Der Australier Dean Lewis machte neulich mit einer neuen Single von sich reden. 

Kent Tarver
In «How Do I Say Goodbye» thematisiert der 34-Jährige, was er bei der Krebsdiagnose seines Vaters vor drei Jahren fühlte. 

In «How Do I Say Goodbye» thematisiert der 34-Jährige, was er bei der Krebsdiagnose seines Vaters vor drei Jahren fühlte. 

Darren Craig
Kurz zuvor teilte er ein Bild von sich und seinem Vater auf Social Media und erklärte: «Ich habe bisher nicht viel davon gesprochen. Aber vor drei Jahren erkrankte mein Vater an akuter myeloischer Leukämie.» Dabei handelt es sich um die aggressivste Blutkrebsform bei Erwachsenen. 

Kurz zuvor teilte er ein Bild von sich und seinem Vater auf Social Media und erklärte: «Ich habe bisher nicht viel davon gesprochen. Aber vor drei Jahren erkrankte mein Vater an akuter myeloischer Leukämie.» Dabei handelt es sich um die aggressivste Blutkrebsform bei Erwachsenen. 

Twitter / Dean Lewis

Darum gehts

Dean, in deinem Song gehts um den Umgang mit der Krebserkrankung deines Vaters. 

Ja, er war schwer krank, als ich das Lied schrieb. Das war vor etwa drei Jahren, als «Be Alright» so richtig durch die Decke ging und ich auf Tour war. Ich lebte quasi seinen Traum: Mein Vater wollte immer Musiker werden, brachte mir das Gitarrespielen bei, musste aber anders Geld verdienen. Wir waren uns immer sehr nah und der Refrain fasst einfach meine Gefühle zu der Zeit zusammen: Wie verabschiede ich mich von jemandem, mit dem ich mein ganzes Leben verbracht habe?

Ist es nicht beängstigend, so einen emotionalen und persönlichen Song zu veröffentlichen?

Es macht mir seltsamerweise nichts aus, sehr offen über alles zu sprechen, was mich beschäftigt. In diesem Fall ist es auch einfacher, weil mein Vater inzwischen in Remission ist.

Wie steht er zum Lied?

Er ist aufgeregt! Und der Song hilft ja auch anderen, ich höre wirklich von sehr vielen Leuten, die sich dem Lied extrem verbunden fühlen.

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Hattest du Erwartungen hinsichtlich der Reaktionen?

Nicht wirklich, man weiss es ja einfach nie. Weil ich aber selber so emotional war, als ich das Lied geschrieben habe, und auch später immer wieder Hühnerhaut kriegte, wenn ich den Refrain hörte, war ich mir ziemlich sicher, dass die Leute den Song verstehen werden. 

Und das taten sie, oder?

Ja, die schiere Menge an Menschen, die sich jetzt melden und kommentieren, ist irre. Auf Tiktok hat sich das Ganze aufgebauscht wie nie zuvor. 

«How Do I Say Goodbye» ist ein Vorbote für Dean Lewis’ zweites Album «The Hardest Love», das am 7. Oktober erscheinen wird. Am selben Tag spielt der Musiker ein Konzert im Zürcher Club X-Tra.

Wie es mit Deans Karriere weitergeht? 20 Minuten Radio hält dich auf dem Laufenden.   

Die «Morning Show» mit Andrea hörst du wochentags von fünf bis zehn Uhr live auf unserem Sender. 

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Ella Mettler

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