Pferde-Massaker: «Es muss ein Mensch gewesen sein»

Aktualisiert

Pferde-Massaker«Es muss ein Mensch gewesen sein»

Ein totes und vier verletzte Pferde fand ein Landwirt am Mittwoch auf einer Weide in Regensberg ZH. Die Polizei untersucht den rätselhaften Fall.

von
Regina Ryser

Schock in Regensberg: Als der landwirtschaftliche Betriebsleiter des Loohofs gestern Morgen früh seine Pferde von der Weide in den Stall bringen wollte, bot sich ihm ein Bild des Grauens: Eines der zwölf Tiere, eine 23-jährige Haflingerstute, lag tot auf der Wiese, vier weitere Pferde waren verletzt. «Die Tiere hatten überall merkwürdige Wunden», sagt ein Nachbar. Geht in Regensberg ein Tierquäler um? «Es muss fast ein Mensch gewesen sein – ich finde eine solche Tat unbegreiflich», sagt Rolf Broglie, Präsident der Stiftung Schloss Regensberg, zu der der Loohof gehört. Der Hof dient Jugendlichen mit psychischen Schwierigkeiten als erzieherischer und therapeutischer Arbeitsplatz. Beim getöteten Tier handelt es sich um ein Arbeitstier, bei den vier verletzten um Pensionspferde. Die Stiftung prüft nun laut Broglie Sicherheitsmassnahmen. Eine erste wurde bereits getroffen: «Ich habe die Pferde bisher über Nacht immer auf die Weide gelassen – jetzt bleiben sie im Stall», sagt der landwirtschaftliche Betriebsleiter.

Ob der Angriff auf die Pferde von einem Menschen oder einem Tier ausging, wird von der Kapo nun abgeklärt – das tote Pferd wird derzeit untersucht.

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