Aktualisiert 08.02.2011 12:30

Lara Gut

«Es nervt mich einfach»

Nur 23 Hundertstel fehlten Lara Gut im Super-G zur angestrebten Medaille. Schwer enttäuscht stapfte die Tessinerin nach dem Rennen durch den Zielraum.

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Lara Gut musste sich im Super-G mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. (Bild: Keystone)

Lara Gut musste sich im Super-G mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. (Bild: Keystone)

Erst lange nach ihrer Fahrt stellte sich Lara Gut im Zielraum den Fragen der Journalisten. Die Tessinerin musste wohl erst ihre Enttäuschung über den undankbaren vierten Rang verdauen. «Es nervt mich einfach», sagte die 19-Jährige schliesslich ins Mikrofon. «Ich hätte vier Zehntel schneller fahren müssen.»

Die erhoffte Medaille verpasst zu haben, ärgerte Gut ungemein. «Oben bin ich gut gefahren, doch dann hatte ich ein Blackout», gestand die zweifache Medaillengewinnerin von Val d'Isère. «Das war nichts.» Was sie machen müsse, um in der Abfahrt ein solches Blackout zu verhindern, wurde sie zum Schluss gefragt. «Das muss ich wissen», antwortete sie schnippisch und rauschte davon.

Gisin: «Das ist mega-peinlich»

Etwas gelassener analysierte Dominique Gisin ihre Fahrt. Die Engelbergerin fuhr kurz vor dem Ziel an einem Tor vorbei, für eine Medaille hätte es aber ohnehin nicht gereicht. «Unten drehte der Kurs extrem und die Sicht war schlecht. Ich habe das Tor einfach nicht gesehen. Das ist mega-peinlich», so Gisin im Zielraum. «Himmeltraurig» sei es, dass es an einem Grossanlass wieder nicht aufs Podest gereicht habe.

Mit sich und der Welt zufrieden war die frischgebackene neue Weltmeisterin Elisabeth Görgl. «Ich haben einen guten Lauf erwischt und konnte das umsetzen, was ich mir vorgenommen hatte», sagte die Österreicherin, die in Vancouver zweimal Bronze holte. «Ich war sehr aggressiv und habe voll attackiert, alles ist aufgegangen.» Vielleicht holte sich Görgl die nötige Lockerheit gestern an der Eröffnungsfeier, wo sie auf der Bühne noch einen Song zum Besten gab.

Vonns falsche Entscheidung

Rätsel gab die Fahrt von Lindsey Vonn auf. Die amerikanische Topfavoritin, die im Vorfeld die eisige Piste harsch kritisiert hatte, landete lediglich auf Rang 7. Eine herbe Enttäuschung. «Es war die falsche Entscheidung heute zu fahren. Das war nicht ich», sagte die «Speed-Queen», die vor einer Woche im Training übel stürzte und sich eine Gehirnerschütterung zuzog. «Aber an der WM wollte ich einfach unbedingt starten. Schon bei der Besichtigung konnte ich mich aber nicht richtig konzentrieren.»

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