Aktualisiert 24.02.2014 12:41

WhatsApp-Konkurrenz

«Es regnet Nutzer! Halleluja!»

Am Samstagabend lagen die Server von WhatsApp flach. Gleichzeitig erlebt der Konkurrenz-Messenger Telegram mit bis zu 100 Neuregistrierungen pro Sekunde einen wahren Boom.

von
pst

Nachdem bekannt geworden ist, dass Facebook den Nachrichtendienst WhatsApp für 19 Milliarden Dollar kauft, suchen zahlreiche Nutzer des Services nach einer Alternative zu ihrem Messenger. Sie wollen verhindern, dass das Zuckerberg-Netzwerk Kundendaten abgleicht und abspeichert.

Einer der Profiteure der WhatsApp-Abwanderung ist Telegram, ein kostenloser Messenger aus Russland. Er ähnelt in Funktion und Nutzeroberfläche derjenigen von WhatsApp, ermöglicht dank End-to-End-Verschlüsselung und Selbstzerstörungs-Timer aber weitestgehend sicheres Chatten.

Wie die Telegram-Entwickler twitterten, hätte im Laufe des vergangenen Samstags eine «Lawine an neuen Nutzern» in Europa für Verbindungsprobleme gesorgt. 100 Neuregistrierungen seien pro Sekunde eingegangen. Da der Nachrichtendienst, wie die meisten anderen auch, zur Identifizierung seiner Nutzer ein SMS an die jeweiligen Smartphones verschickt, lagen die Server des Unternehmens am Samstagabend zeitweise lahm.

Zur gleichen Zeit ging auch auf WhatsApp nichts mehr. Zwischen 19.30 und 24 Uhr sowie nach Mitternacht fiel der Service komplett aus. Das Unternehmen machte Serverprobleme für den Totalausfall verantwortlich. Mit der Facebook-Übernahme hätte der Vorfall nichts zu tun.

Anders als bei WhatsApp sorgten die Verbindungsprobleme bei Telegram für Euphorie bei den Entwicklern. So wurde der Serverzusammenbruch auf Twitter mit Kommentaren wie «Es regnet Nutzer! Halleluja!» kommentiert. Am Sonntagabend kam dann die Meldung: «4,95 Millionen Leute haben sich heute für Telegram angemeldet.»

Als am frühen Sonntagmorgen die Probleme bei WhatsApp fürs Erste gelöst waren, entspannte sich auch die Situation bei Telegram wieder, obwohl es zum Teil immer noch zu Engpässen kommen kann.

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