Fazit zum Blue Balls: «Es reichte noch für ein Bier mit Peter Doherty»
Aktualisiert

Fazit zum Blue Balls«Es reichte noch für ein Bier mit Peter Doherty»

Den Ruf als skandalträchtiger Rock'n'Roller liess er daheim in London. So konnten Peter Doherty und Blue-Balls-Chef Urs Leierer in Ruhe ein Bier trinken.

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shy

In der letzten «Meet The Artists»-Ausgabe dieses Jahr nahmen die Künstler Miriam Bossard und Gen Atem, die Sängerin Laurel sowie die Rockband Jetbone teil. Und das deutsch-schweizerische Popduo BOY, das nach einigen gemeinsamen Jahren im Musikbusiness die Fragen der Journalisten praktisch auswendig kennt und ihnen dies manchmal auch zu verstehen gibt. <i>(Video: Blue Balls)</i>

In der Nacht auf Sonntag ist das 25. Blue Balls Festival zu Ende gegangen. Laut Veranstalter besuchten während neun Tagen gegen 100'000 Fans die rund 100 Konzerte und knapp 40 weiteren Events.

20 Minuten hat Festivaldirektor Urs Leierer nach dessen 2017er Highlights gefragt und mit ihm über die tiefe Schweizer Headliner-Quote und das ziemlich miese Wetter gesprochen.

Der Abschluss

«Super und hochemotional», so bezeichnet Leierer den letzten Festivalabend. Dabei hebt er besonders Benjamin Clementine hervor, der im Konzertsaal spielte. «Seit ich ihn vor zwei Jahren erstmals auf einer Deutschschweizer Bühne präsentiert habe, ist es für ihn steil nach oben gegangen.»

«Ich höre oft von den auftretenden Musikern, welch hohen Stellenwert unser Festival international hat», sagt er weiter. Dass sich die Künstler bei ihnen wohl fühlen, merke man auch auf der Bühne. «Und das macht den Unterschied zwischen einer guten und einer grossartigen Show.»

Der Doherty

«Peter Doherty ist cool drauf, halt richtig Rock'n'Roll», schwärmt der Festivaldirektor vom Libertines-Frontmann, der am Dienstag im Konzertsaal auftrat. Obwohl Leierer den Engländer als «Gratwanderer zwischen Genie und Wahnsinn» bezeichnet, blieb dessen Aufenthalt skandalfrei – und so fanden die beiden sogar Zeit für ein gemeinsames Bier.

Das erste Konzert der Blue-Balls-VIPs

(Video: 20 Minuten)

Bei Peter Dohertys Konzert stürmten die Fans die Bühne und tanzten mit. (Video: 20 Minuten)

Der Schweiz-Anteil

Bis auf Boy (mit Valeska Steiner immerhin zur Hälfte schweizerisch) waren einheimische Acts auf den Hauptbühnen des Blue Balls komplett abwesend. «Wir möchten vor allem internationale Neuentdeckungen zeigen», begründet der Festival-Leiter. «Und Schweizer Acts spielen ja sonst schon oft in der Schweiz», darum würden sie nicht speziell auf hiesige Künstler setzen.

Das Wetter

Es habe schon gar viel geregnet, so Leierer, doch es komme bei Gewittern vor allem auf die Uhrzeit an: «Wenn es zum Beispiel um 17 Uhr heftig regnet, so wie am Eröffnungstag, dann kommen die Leute nicht. Aber wenn es um 22 oder 23 Uhr gewittert, dann sind die Leute schon hier und man merkt es nicht so.» Der Groove sei dann aber schon nicht derselbe, wie wenn der Himmel einen malerischen Sonnenuntergang ans Ufer des Vierwaldstättersees zaubert.

Das Wetter habe aber keinen merkbaren Einfluss auf die Anzahl Eintritte gehabt. Und genauere Zahlen würden sie nicht kommunizieren. Doch Urs Leierer fasst zusammen: «Es lief gut.»

Das erste Konzert der Blue-Balls-VIPs

(Video: 20 Minuten)

Wir haben die VIPs beim Eröffnungsabend-Apéro nach ihren ersten Konzerterfahrungen gefragt. (Video: 20 Minuten)

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