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Zürich«Es soll auch dort gespart werden, wo es wehtut»

Die Mitte-rechts-Parteien bleiben hart gegenüber den Fussball-Fans: Sie wollen das Budget ohne ein neues Stadion durchwinken.

von
Regina Ryser
Christian Traber, Peter Anderegg, Roger Tognella und Roger Liebi. (key)

Christian Traber, Peter Anderegg, Roger Tognella und Roger Liebi. (key)

Das neu überarbeitete Budget 2011 des Zürcher Stadtrats wollen SVP, FDP, Grünliberale, CVP und EVP nächsten Mittwoch ohne Anträge durchwinken – also auch ohne das Projekt für ein Fussballstadion wieder reinzunehmen. «Der Stadtrat weiss am besten, wo gespart werden kann», erklärt SVP-Gemeinderat Roger Liebi den Entscheid. Er gibt aber zu: «Es soll nun an vielen Orten gespart werden, die uns wehtun – nur nicht bei der Kultur.» Trotzdem sei das oberste Ziel der Sparallianz, die Minusvoranschläge zu verhindern, erreicht worden.

Ganz so einfach wird die Budgetdebatte aber nicht, wie es sich die fünf Parteien vorstellen: SP, Grüne und AL werden zahlreiche Anträge einbringen – unter anderem zu den Themen Lohn, Polizei, Umweltschutz und zur Projektierung des Hardturm-Stadions. «Diese fünf Parteien sollen im Gemeinderat Farbe bekennen und sich nicht mehr hinter dem Stadtrat verstecken können», sagt der Fraktionschef der Grünen, Markus Knauss. «Sie müssen dann klar sagen, dass sie gegen das neue Fussballstadion sind.» Damit der Sparauftrag der Mitte-rechts-Parteien von 220 Millionen Franken aber weiterhin gewährt wird, haben die Linksparteien laut Knauss auch Sparanträge eingereicht: «Wir sehen beispielsweise nicht ein, warum das Parkhaus Hohe Promenade vergoldet werden soll.»

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