Leonardo Genoni: «Es sollte einfach nicht sein»
Aktualisiert

Leonardo Genoni«Es sollte einfach nicht sein»

Der Schweizer WM-Held der letzten Tage ist bitter enttäuscht. Goalie Leonoardo Genoni im Interview.

von
Marcel Allemann
Kopenhagen
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Die Enttäuschung ist riesig: Die Schweizer Spieler geben sich nach dem Penaltyschiessen gegenseitig Halt.

Die Enttäuschung ist riesig: Die Schweizer Spieler geben sich nach dem Penaltyschiessen gegenseitig Halt.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Der gegenseitige Respekt ist spür- und sichtbar: Die Schweizer gratulieren dem alten und neuen Weltmeister aus Schweden.

Der gegenseitige Respekt ist spür- und sichtbar: Die Schweizer gratulieren dem alten und neuen Weltmeister aus Schweden.

AP/Petr David Josek
Bundesrat Guy Parmelin übergibt Leonardo Genoni und Roman Josi die Silbermedaille.

Bundesrat Guy Parmelin übergibt Leonardo Genoni und Roman Josi die Silbermedaille.

Keystone/Salvatore di Nolfi

Leonardo Genoni, wie haben Sie den Krimi im Final erlebt?

Leonardo Genoni: Wir waren nah dran – sogar sehr, sehr, sehr nah. Wir waren einen Schuss vom Weltmeistertitel entfernt. Logisch gingen wir während der Verlängerung nicht alles Risiko ein, aber eigentlich hatten wir die besseren Chancen.

Wie schaut es gerade in Ihnen aus?

Die Bilder, die sich nach dem Ende auf dem Eis abgespielt haben, taten weh. Umso mehr, weil wir so nah dran waren.

Die Schweiz hat noch einmal alles reingeworfen. Vorwerfen muss sich die Mannschaft nichts, oder?

Hoffentlich muss sie das auch nicht. Es sollte einfach nicht sein. Vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Ich weiss es nicht.

Wie blicken Sie auf das gesamte Turnier? Sowohl für die Mannschaft als auch für Sie persönlich war es eine unglaubliche WM.

Am Ende kam schon Euphorie auf. Aber wir müssen auch ehrlich sein, und sehen, dass wir in der Gruppenphase gegen die drei Grossen verloren und – wie meistens – via Platz vier die Viertelfinals erreicht haben. In der Folge haben wir extrem gut zusammengearbeitet, hinten viele Schüsse geblockt. Auf diesem Weg konnten wir die Gegentor-Quote nach unten korrigieren. Heute waren es nur zwei Gegentreffer. Das schmerzt noch mehr.

Nach dem Halbfinal gegen Kanada wollten Sie keine Interviews geben. Nun können Sie es sagen: Haben Sie schon einmal so gut gespielt wie in diesem Spiel?

Das war am Samstag und ist längst vorbei.

Die drei K.-o-Spiele betrachtet: Waren das die bislang drei besten Spiele Ihrer Karriere?

Nein, das glaube ich nicht. Es resultierten zwei Siege, ein dritter hat gefehlt.

Die Schweiz verliert im Penaltyschiessen

Niederreiter verschiesst und somit gewinnen die Schweden dieses Penaltyschiessen.

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