Unwetter in Schangnau: «Es tut so weh, zu sehen, was mit dem Hotel passiert ist»

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Unwetter in Schangnau«Es tut so weh, zu sehen, was mit dem Hotel passiert ist»

Erste Bilder und Videos aus dem Innern des überfluteten Gasthofs in Schangnau zeigen das Ausmass des Schadens. 

von
Seline Bietenhard

In Schangnau im Emmental wurde der Gasthof Kemmeriboden-Bad überflutet. Im Video sieht man, was die Überschwemmungen im Hotelinnern angerichtet haben. 

Video: 20min/News-Scout

Darum gehts

  • Heftige Niederschläge haben in der Gemeinde Schangnau grossen Schaden angerichtet.

  • Der Gasthof Kemmeriboden-Bad wurde dabei besonders stark in Mitleidenschaft gezogen. Bilder und Videos zeigen, welcher Schaden im Hotel angerichtet wurde. 

Der Gasthof Kemmeriboden-Bad in Schangnau BE wurde überflutet, Personal und Gäste mussten sich in den ersten Stock retten. «Die ganze Situation ist so furchtbar. Es tut so weh, zu sehen, was mit dem Hotel geschehen ist. Insbesondere, da alle Mitarbeitenden das Hotel mit so viel Liebe geführt haben», sagt eine Mitarbeiterin des Gasthofs gegenüber 20 Minuten. Auch die Betreiber schreiben auf der Website von einem «katastrophalen Unwetter». Erste Videos und Bilder aus dem Innern des Gasthofs zeigen das Ausmass der Zerstörung. 

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20min/News-Scout
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«Alles ist voller Schlamm»

Heftige Niederschläge haben in der Gemeinde Schangnau grossen Schaden angerichtet. Gegenüber 20 Minuten erzählen zwei Einwohner, wie sie die Emme-Flutwelle erlebten. Der Gasthof Rosegg in Schangnau blieb von den Wassermassen zwar verschont, Besitzer Thomas Salathé sagt aber: «Die Leute haben Angst anzureisen und haben ihre Übernachtungen storniert.» Das betroffene Gebiet sei zurzeit nicht zugänglich. Es sei viel Material die Emme heruntergespült worden. «Die Aufräumarbeiten des Zivilschutzes sind im Gang. Die Solidarität im Dorf ist sehr gross. Einige leiden sehr, sie hatten ihr Haus unter Wasser», sagt Salathé weiter.

Landwirt Hans Gerber erzählt gegenüber 20 Minuten: «Wir hörten am Montag, dass die Emme immer lauter wird. Gegen drei Uhr nachmittags nahmen wir einen Augenschein, da trat der Fluss schon beinahe über die Ufer. Wir dachten, das Wasser wird schon zurückgehen – doch der Pegel stieg noch weiter.» Schliesslich habe er die Pferde und Hühner in Sicherheit gebracht. 200 Siloballen seien durch die Flut aber weggeschwemmt worden. Das Wasser habe auch die Wohnung und den Stall geflutet. Der Keller sei noch immer überschwemmt, alles sei voller Schlamm. «Vor acht Jahren hatten wir schon mal so ein Unwetter und hofften, das nie mehr zu erleben», sagt Gerber. 

Gemäss aktuellen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Über die Höhe der Sachschäden lässt sich derzeit noch keine Aussage machen. Die Gemeinde will am Dienstag um 13.30 Uhr an einer Medienkonferenz informieren.  

Schwere Überschwemmungen trafen vor allem den Kanton Bern. In Schangnau im Emmental wurde der Gasthof Kemmeriboden-Bad überflutet.

Video: 20min/jd

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