Aktualisiert 15.02.2018 12:46

Wendy Holdener«Es wäre noch viel mehr dringelegen»

Wendy Holdener kann nicht brillieren, aber den Schaden mit Rang 9 in Grenzen halten. Mit ihrem Olympia-Start ist sie keineswegs unzufrieden.

von
Marcel Allemann, Yongpyong
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Die grosse Siegerin: Mikaela Shiffrin holt Gold im Riesenslalom.

Die grosse Siegerin: Mikaela Shiffrin holt Gold im Riesenslalom.

AFP/François-Xavier Marit
Das ganze Podest: Shiffrin (Mitte) gewinnt vor Ragnhild Mowinckel (links) und Federica Brignone (rechts).

Das ganze Podest: Shiffrin (Mitte) gewinnt vor Ragnhild Mowinckel (links) und Federica Brignone (rechts).

kein Anbieter/Ezra Shaw/Getty Images
Beste Schweizerin: Wendy Holdener vergibt die Chancen auf eine bessere Platzierung im ersten Lauf.

Beste Schweizerin: Wendy Holdener vergibt die Chancen auf eine bessere Platzierung im ersten Lauf.

AFP/François-Xavier Marit

Das kann ja heiter werden: Mikaela Shiffrin schlägt schon beim ersten Frauen-Rennen zu und gewinnt Gold im Riesenslalom vor der überraschenden Norwegerin Ragnhild Mowinckel und der Italienerin Federica Brignone.

«Was heute geschehen ist, ist einfach unbeschreiblich, denn ich habe zum Riesenslalom eine Hassliebe, dies macht diesen Tag umso süsser», erklärte die Amerikanerin überglücklich. «Für mich ist es im Riesenslalom viel schwieriger, einen guten Rhythmus zu finden als im Slalom, deshalb brauchte es viel Training.»

Shiffrin verzichten auf den Super-G

Darauf angesprochen, wie es für sie an den Olympischen Spielen in Südkorea nun weitergehe, meinte Shiffrin: «Morgen ist mit dem Slalom wieder ein Rennen. Deshalb gilt es sich nun gut zu erholen und den Fokus neu aufzubauen.» In einer Disziplin kann die Konkurrenz jedoch aufatmen: Shiffrin wird den Super-G am Samstag wegen des durch die Verschiebungen sehr gedrängten Programms auslassen: «Ich brauche an diesem Tag etwas Erholung im Hinblick auf das Abfahrtstraining, das Rennen und die Kombination.»

Versöhnlich verlief der Riesenslalom letztlich auch für Wendy Holdener, nachdem die Verschiebungen und Warterei in den letzten Tagen ihre Nerven ziemlich strapaziert hatten. Der 9. Rang ist zwar keine berauschende Klassierung, aber mit der Steigerung um vier Plätze im zweiten Lauf, als sie die Handbremse löste, war die Schwyzerin zufrieden: «Ich bin froh, dass es mir gelungen ist, auf den 2. Lauf hin umzustellen, daher bin ich mit der Leistung zufrieden. Klar sieht man im Nachhinein, dass noch viel mehr dringelegen wäre. Doch ‹was wäre gewesen, wenn?› können sich nun viele Fahrerinnen fragen, es bringt aber nicht viel.»

Holdener: «Jetzt freue ich mich auf den Slalom»

Im Vergleich zum Slalom, der Kombination und vielleicht auch dem Teamevent war der Riesenslalom für Holdener jene Disziplin mit den geringsten Erfolgsaussichten. Trotzdem ist sie froh, dass sie dabei war: «Ich habe nun schon mal das Startgefühl, die ganze Nervosität und die Piste hier erlebt, dies hilft mir sicher mehr, als dass es mir schadet. Jetzt freue ich mich auf den Slalom vom Freitag.»

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