Es war der heisseste Juli aller Zeiten
Aktualisiert

Es war der heisseste Juli aller Zeiten

Nun ist es offiziell: Noch nie war es im Juli so heiss wie im Jahr 2006. Die Durchschnittstemperaturen in Zürich lagen bei 22,5 Grad, in Basel gar bei 23,7 Grad. Das waren 0,5 respektive 1,2 Grad höher als im Juli 1983, dem bisher wärmsten Juli seit Messbeginn 1864.

Wie SF Meteo, die Wetterredaktion des Schweizer Fernsehens, am Montag mitteilte, war es auch in Bern und Genf im Juli noch nie so heiss wie heuer. Auf der Alpennorseite lagen die Temperaturen zwischen 4 und 5,5 Grad über dem langjährigen Schnitt, im Süden 3 bis 4 Grad.

Keine Juli-Rekorde gab es auf der Alpensüdseite. Die durchschnittlichen 24,3 Grad in Lugano lagen zwar 3 Grad über dem langjährigen Schnitt, reichten aber nicht an die Durchschnittstemperatur von 25 Grad, die man im Juli 1928 mass.

Ein Spitzenwert wurde heuer am 18. Juli auf dem Flughafen Basel- Müllhausen mit 36 Grad gemessen. Das ist zwar hoch, aber kein Rekordwert. Letztes Jahr wurden in Genf Ende Juli 36,2 Grad gemessen. Der absolute Spitzenwert wurde im August 2003 in Grono im Misox gemessen - 41,5 Grad.

Diesen Juli herrschte auch grosse Trockenheit. Im Flachland gab es nur gerade 20 bis 50 Prozent des sonst in dieser Periode üblichen Niederschlags. Da der Frühling aber nass war, blieb eine grössere Wasserknappheit aus.

Für den Augustbeginn sagt SF Meteo eine Normalisierung voraus. Ein Tiefdruckgebiet bringt feuchtere und kühlere Luft ins Land. Die Temperaturen erreichen in der zweiten Wochenhälfte auf der Alpennordseite nur noch 20 Grad. Im Süden bleibt es warm.

(sda)

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