Aktualisiert 31.07.2019 06:49

Erlenbach ZH

«Es war dramatisch – ein regelrechter Todeskampf»

Ein Leser entdeckte in der Mittagspause eine Schlange, die im Zürichsee einen Fisch attackierte. Laut der Polizei ist das keine Seltenheit.

von
lar

Sven Schoch ging an der Goldküste in Erlenbach ZH kürzlich wie immer mit seinen Arbeitskollegen runter zum Zürichsee. Als sie dabei beim Hafengeländer runterschauten, entdeckten sie eine Schlange im Wasser. «Wir haben noch nie eine Schlange im Zürichsee gesehen», sagt Schoch.

Plötzlich sei die Schlange untergetaucht und mit einem Fisch im Maul wieder hochgekommen. «Es war dramatisch, ein regelrechter Todeskampf», so der 45-Jährige. Die Schlange habe den Fisch aber nicht verschlungen, sondern ihn auf dem Stein gelassen. «Wahrscheinlich ist der Fisch zu gross gewesen.» Danach sei die Schlange davongeschwommen, der Fisch habe sich danach nicht mehr bewegt.

Schlange steht unter Schutz

Laut Ralph Hirt, Sprecher der Kantonspolizei Zürich, handelt es sich aufgrund der Bilder um eine Würfelnatter. Eine Gefahr für Menschen bestehe nicht: «Obwohl sie in seltenen Fällen bis zu 130 Zentimeter lang werden kann, ist sie absolut harmlos.» Eine Würfelnatter sei auch keine Seltenheit in der Nähe von Gewässern. «Wir können uns freuen, dass wir solche Tiere in unserer Natur haben dürfen», sagt Hirt.

Da diese Reptilien unter Schutz stehen, dürfe man sie auch nicht berühren oder umplatzieren. «Nur wenn man eine dieser Schlangen in einer Gefahrenzone sehen würde – beispielsweise auf einer Strasse –, könnte man sie allenfalls vorsichtig hochheben.»

Dass eine Würfelnatter einen Fisch verschlingt, ist laut Hirt ebenfalls keine Überraschung. «Sie ernährt sich hauptsächlich von Fischen.» Gleiches gilt für die Ringelnatter, die ebenfalls hier heimisch ist und öfter im Zürichsee anzutreffen ist. «Auch die Ringelnatter ist völlig harmlos.»

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