Roger Federer: «Es war ein brutales Spiel»

Aktualisiert

Roger Federer«Es war ein brutales Spiel»

Roger Federer ist die Erleichterung nach dem dramatischen Duell mit Julien Benneteau anzusehen. Die Weltnummer 3 über Glück, Rasentennis in der Halle und ob die Wende einen Champion ausmache.

von
dke

«Oh my God», so der Kommentar von Roger Federer nach dem Fünf-Satz-Marathon gegen Julien Benneteau. 3:36 Stunden hatte er für den Sieg benötigt. Nachdem er die ersten zwei Runden im Eiltempo durchlaufen hat, gerät der sechsfache Wimbledon-Sieger gegen die Weltnummer 32 gleich mit zwei Sätzen in Rückstand. Doch die Wende kam noch: «Es war ein brutales Spiel, am Ende war auch etwas Glück dabei», gesteht Federer ein.

Er habe gewusst, dass es nicht leicht wird, gegen den 30-jährigen Franzosen zu spielen. Federer verlor das letzte Duell mit Benneteau 2009 beim ATP-1000-Turnier in Paris in drei Sätzen.

«Verhältnisse in der Halle sind anders»

Das Spiel fand von Anfang an unter geschlossenem Dach statt. «Die Verhältnisse in der Halle sind anders», versucht Federer seine anfänglichen Schwierigkeiten zu erklären. «Rasentennis in der Halle ist gewöhnungsbedürftig. Es wird Zeit, dass wieder draussen gespielt werden kann.»

Doch er habe bis zum Ende gekämpft. «Ich musste ruhig bleiben und Punkt für Punkt gewinnen. Das tönt langweilig, ist aber so.» Gesagt, getan: Den dritten Satz gewinnt er klar mit 6:2. Nach dem dramatischen Tiebreak-Sieg im vierten Abschnitt war die Gegenwehr des Franzosen gebrochen. Federer gewann den Entscheidungs-Satz 6:1. Auf die Frage, ob so eine Wende einen Champion ausmache, meinte der Schweizer bescheiden: «Das ist die Entscheidung des Publikums». Federer trifft in der nächsten Runde auf die Xavier Malisse aus Belgien.

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