Wirtshaus Taube : «Es war ein Fehler – niemand sollte 10 Franken extra für Dessertlöffel zahlen»

Aktualisiert

Wirtshaus Taube «Es war ein Fehler – niemand sollte 10 Franken extra für Dessertlöffel zahlen»

Raymond Hunziker, Leiter Gastronomie zu Land bei Tavolago, erklärt den Grund für die zusätzlichen zehn Franken für einen Dessertlöffel im Wirtshaus Taube in Luzern. Es soll sich um einen Fehler der Angestellten im Service gehandelt haben.

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Ein Besuch vor Ort zeigt: Nicht nur auf der Website des Restaurants steht der Aufpreis für zusätzliches Gedeck. Er ist auch schwarz auf weiss auf der Speisekarte zu lesen.  

Ein Besuch vor Ort zeigt: Nicht nur auf der Website des Restaurants steht der Aufpreis für zusätzliches Gedeck. Er ist auch schwarz auf weiss auf der Speisekarte zu lesen.  

20min/Fiona Gaudenzi
«Ich dachte, das wäre ein Scherz», erzählt ein News-Scout, welcher sein Dessert teilen wollte und dafür einen zusätzlichen Löffel benötigte. «Ich hab so etwas noch nie erlebt. Der Preis von zehn Franken ist verrückt.» 

«Ich dachte, das wäre ein Scherz», erzählt ein News-Scout, welcher sein Dessert teilen wollte und dafür einen zusätzlichen Löffel benötigte. «Ich hab so etwas noch nie erlebt. Der Preis von zehn Franken ist verrückt.» 

20min/Fiona Gaudenzi 
Es ist wohl nicht nur unserem News-Scout aufgefallen. In gewissen Google-Bewertungen ist zu lesen, dass sich weitere Gäste darüber beschweren und der Preis «definitiv zu viel» ist für ein weiteres Gedeck. 

Es ist wohl nicht nur unserem News-Scout aufgefallen. In gewissen Google-Bewertungen ist zu lesen, dass sich weitere Gäste darüber beschweren und der Preis «definitiv zu viel» ist für ein weiteres Gedeck. 

Google-Rezensionen

Darum gehts

  • Einem Gast sollen für einen zusätzlichen Dessertlöffel zehn Franken in Rechnung gestellt werden. 

  • In Google- und Tripadvisor-Bewertungen berichten weitere Gäste von ähnlichen Situationen. 

  • In der Speisekarte sind die Kosten für zusätzliche Gedecke aufgeführt. 

  • Der Betreiber des Restaurants sagt, dass es sich um einen Fehler der Angestellten im Service handelte. 

«Es war einfach ein Fehler. Niemand, der das Wirtshaus Taube in Luzern betritt, soll für einen Dessertlöffel zehn Franken extra bezahlen müssen», sagt Raymond Hunziker, Leiter Gastronomie bei Tavolago AG, Betreiber des Wirtshauses Taube, auf Anfrage von 20 Minuten. 

Ein News-Scout, der in dem Restaurant gegessen hatte, war schockiert, als ihm für einen Dessertlöffel zehn Franken extra in Rechnung gestellt wurden. «Als mir die Angestellte im Service sagte, sie müsse den zusätzlichen Dessertlöffel mit sage und schreibe zehn Franken in Rechnung stellen, dachte ich, es wäre ein schlechter Scherz», erzählte der News-Scout.

Zusätzliche Kosten nur für Hauptgänge

Zur Vorgeschichte: Die insgesamt drei Gäste konsumierten im Wirtshaus Taube zuvor je ein zweigängiges Menü und eine Flasche Wein. Diese Konsumation belief sich auf etwas unter 200 Franken. Nach dem reichhaltigen Abendessen wollten zwei der Gäste ein Dessert teilen, da sie zu satt waren, um je eines zu essen. Auf der Speisekarte wird darauf hingewiesen, dass Gerichte geteilt werden dürfen. Es steht auch geschrieben, dass für zusätzliche Gedecke ein Aufpreis von zehn Franken verrechnet wird. Aber dass diese Regel auch nach einem Abendessen für einen einzigen Dessertlöffel gilt, dachten die Gäste nicht. 

«Die zusätzlichen zehn Franken werden nur erhoben, wenn ein Hauptgang geteilt wird. Wir werden die Speisekarte so bald wie möglich korrigieren, da die Angabe unklar ist», fügt Hunziker hinzu.  

Er erklärt weiter, dass Tavolago nicht die Absicht hat, Fehler zu verteufeln: «Man kann viel aus Fehlern lernen, und das werden wir auch tun». Hunziker entschuldigt sich herzlich bei dem Gast, der eine solche Behandlung erdulden musste, und versichert künftigen Gästen, dass so etwas nie wieder vorkommen wird.

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