Aktualisiert 02.11.2011 12:28

Hockey-Team abgestürzt

Es war ein Pilotenfehler

Der Flugzeugabsturz nahe der zentralrussischen Stadt Jaroslawl am 7. September mit 44 Todesopfern ist laut einem Untersuchungsbericht auf einen Pilotenfehler zurückzuführen.

von
mon

Einer der Piloten hatte irrtümlich die Bremsen während des Starts aktiviert. Er zog dann die Maschine vom Typ Yak-42 zu jäh in die Luft, wie das Zwischenstaatliche Luftfahrtkomitee, eine Organisation früherer Sowjetstaaten, am Mittwoch mitteilte. Das Flugzeug stürzte 240 Kilometer nordöstlich von Moskau auf das Ufer der Wolga. Unter den Toten war das komplette Eishockey-Team des Profivereins Lokomotive Jaroslawl.

Das Team war auf dem Weg zum Saisoneröffnungsspiel in der KHL in der weissrussischen Hauptstadt Minsk.

Die Maschine habe unmittelbar nach dem Start möglicherweise eine Antenne gestreift, hiess es noch kurz nach dem Absturz.

Ganzes Hockey-Team ausgelöscht

Das Team wurde vom Kanadier Brad McCrimmon trainiert und hatte auch mehrere Spieler aus dem Ausland unter Vertrag, diese befinden sich alle unter den Todesopfern. Die drei tschechischen Weltmeister von 2010 Jan Marek, Karel Rachunek und Josef Vasicek kamen bei dem Flugzeugabsturz genauso ums Leben wie der slowakische Nationalcaptain Pavol Demitra und Torhüter Stefan Liv aus Schweden, der 2006 mit der Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Turin die Goldmedaille gewann. Er konnte ausserdem bei Weltmeisterschaften einen gesamten Medaillensatz sammeln (2002 Bronze, 2004 Silber, 2006 Gold).

Lokomotive Jaroslawl war drei Mal russischer Eishockey-Meister sowie zwei Mal Vizemeister und hatte die letzte Saison als Tabellendritter abgeschlossen. Einen Teil der Saisonvorbereitung hatte das KHL-Team in der Schweiz bestritten und vor drei Wochen gegen Ambri-Piotta, Bern und Visp gespielt. Im Jahr 2003 nahm das Team zudem am traditionellen Spengler Cup-Turnier in Davos teil.

(Video: YouTube/RT) (mon/sda/si)

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