Tödlicher Fallschirmunfall: Es war eine Kollision in der Luft
Aktualisiert

Tödlicher FallschirmunfallEs war eine Kollision in der Luft

Beim tödlichen Fallschirmspringer-Drama in Bayern ist es zu einer Kollision der beiden Schweizer Rekruten in der Luft gekommen. Dies gab die Militärjustiz bekannt, nachdem auch der überlebende Rekrut befragt werden konnte. Das ist aber auch schon das Einzige, was momentan klar ist.

«Es steht einzig fest, dass es zu einer Kollision zwischen den beiden Armeeangehörigen in der Luft kam», sagte Militärjustiz-Sprecherin Silvia Schenker auf Anfrage. Der militärische Untersuchungsrichter Fabian Kühner habe im bayerischen Altenstadt erste Befragungen durchgeführt und unter anderem auch mit dem verletzten Fallschirmspringer-Rekruten gesprochen. Weitere Abklärungen zum Unfallhergang und den Umständen seien im Gang. Aussagen der bayerischen Polizei über Hinweise, wonach sich die Fallschirme der beiden Springer verheddert hätten, wurden vorerst weiterhin nicht bestätigt.

Der Verstorbene sollte laut Schenker voraussichtlich am Donnerstag in ein rechtsmedizinischen Institut in der Schweiz überführt werden. Der Verletzte befand sich weiterhin in stabilem Zustand in einem deutschen Spital. Am Freitag ist die Rückkehr von Untersuchungsrichter Kühner in die Schweiz geplant. Das Springerteam war bereits am gestrigen Mittwochabend heimgereist.

Unfall im Rahmen des Wettkampftrainings

Der tödliche Unfall vom vergangenen Dienstagnachmittag auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in Altenstadt ereignete sich im Rahmen eines Wettkampftrainings für Angehörige des internationalen Militärsportverbandes «Conseil International du Sport Militaire» (CISM). Das Schweizer Team mit sieben Nachwuchswettkämpfern und einem Leiter war von Deutschland eingeladen worden, um vom 13. bis 17. Juli Absprünge aus Flugzeugen und Helikoptern zu trainieren.

Der Einsatz war besoldet und wurde mit Diensttagen verrechnet. Der tödlich Verunfallte wie auch der Verletzte hatten die militärische Selektion der Fallschirm-Aufklärungsschule 83 in Locarno erfolgreich bestanden und wurden während der fliegerischen Eignungsabklärung ins CISM-Team aufgenommen. Die Sportler waren dann auf eigenen Wunsch in andere Infanterie-Rekrutenschulen umgeteilt worden. (dapd)

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