HC Davos out: «Es war frustrierend»
Aktualisiert

HC Davos out«Es war frustrierend»

Sie hatten sich das Schweizer Halbfinal-Duell gegen die Nati anders vorgestellt. Am Ende mussten die HCD-Spieler mit einer 3:8-Packung vom Eis.

von
Marcel Allemann
Davos

Die Schweizer deklassierten den HCD gleich mit 8:3. (Video: Tamedia/AP)

Nahe dran, aber am Ende trotzdem klar gescheitert. Der HC Davos verlangte der Nati bei diesem Offensivspektakel am Spengler-Cup zwei Drittel lang alles ab, führte zwischenzeitlich gar mit 3:2, ging am Ende aber mit wehenden Fahnen unter und verlor noch mit 3:8. Ein brutales Ende für den Gastgeber.

«Im Kopf ging es nicht mehr»

Wie hatte doch HCD-Stürmer Marc Wieser vor diesem Spiel gesagt: «Sollten wir gewinnen, wird es ein knappes Resultat, sollten wir verlieren wird es deutlich.» Er hatte zumindest eine gute Nase. Nach dem Match meinte er dazu: «Ich hätte eher erwartet, dass es von Anfang an klar sein könnte zu Gunsten der Nati, doch es sah ja lange gut für uns aus.»

1 / 41
Brutales Ende: Der bedauernswerte HCD-Goalie kassiert acht Tore. (30. Dezember 2017)

Brutales Ende: Der bedauernswerte HCD-Goalie kassiert acht Tore. (30. Dezember 2017)

Keystone/Melanie Duchene
Der Begin des ersten Doppelschlags: Herzog (61) hat soeben das 3:3 erzielt, wenig später trifft Schlumpf zum 4:3.

Der Begin des ersten Doppelschlags: Herzog (61) hat soeben das 3:3 erzielt, wenig später trifft Schlumpf zum 4:3.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Eine wunderbare Verabschiedung: Mark Streit wird so richtig geehrt.

Eine wunderbare Verabschiedung: Mark Streit wird so richtig geehrt.

Keystone/Gian Ehrenzeller

Für Wieser waren die zwei raschen Tore der Nati zur Wende (vom 3:2 zum 3:4) der Knackpunkt: «Diese haben wir nicht mehr verkraftet. Körperlich ging es zwar noch, aber im Kopf beim vierten Spiel innert vier Tagen nicht mehr. Es war frustrierend.»

«Wir rannten nur noch einem Rückstand hinterher»

Sein Stürmer-Kollege Enzo Corvi sprach von einem «miserablen letzten Drittel. War haben 40 gute Minuten gezeigt, doch als das Momentum drehte, rannten wir nur noch einem Rückstand hinterher und es ging nicht mehr. Die letzte Kraft fehlte.»

Lange Zeit, sich zu erholen bleibt den Davosern nicht. Bereits am 2. Januar geht es für sie mit dem Meisterschaftsspiel gegen den SC Bern weiter. «Nun gilt es viel zu schlafen und am besten gar nicht rauszugehen. Denn es ist immer gefährlich, dass man sich mit etwas ansteckt, wenn die Batterien leer sind», so Marc Wieser. Optimistisch stimmt ihn vor dem Duell gegen den SCB, dass «die Berner aus der Nati auch viele Spiele in den Beinen haben werden und somit auch etwas müde sein werden.»

Deine Meinung