Twenty One Pilots im Interview: «Es war immer unser Ziel, gross zu werden»
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Twenty One Pilots im Interview«Es war immer unser Ziel, gross zu werden»

«Blurryface» machte Twenty One Pilots zu Megastars. Im Interview bestätigt das Duo, dass man auch als Mainstream-Act keine Kompromisse eingehen muss.

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mel
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Es ist der Auftakt zum weltweiten Top-Hype: Für «Stressed Out» legten sich Josh und Tyler auf die Bank. Die Familienmitglieder im Video sind so real wie die besungenen Unsicherheiten. Inzwischen hat der Clip über 1,5 Milliarden Youtube-Views.

Es ist der Auftakt zum weltweiten Top-Hype: Für «Stressed Out» legten sich Josh und Tyler auf die Bank. Die Familienmitglieder im Video sind so real wie die besungenen Unsicherheiten. Inzwischen hat der Clip über 1,5 Milliarden Youtube-Views.

Screenshot Youtube
Fans hatte die Band zu dem Zeitpunkt längst. Tyler und Josh spielen seit knapp zehn Jahren zusammen, die Bühnenshows, wie hier an den American Music Awards 2016, sind legendär.

Fans hatte die Band zu dem Zeitpunkt längst. Tyler und Josh spielen seit knapp zehn Jahren zusammen, die Bühnenshows, wie hier an den American Music Awards 2016, sind legendär.

Matt Sayles/Invision/AP
Im Jahr nach dem Release von «Blurryface» waren die beiden plötzlich überall, unter anderem auch bei «Saturday Night Live».

Im Jahr nach dem Release von «Blurryface» waren die beiden plötzlich überall, unter anderem auch bei «Saturday Night Live».

Instagram twentyonepilots

Tyler, Josh, ihr teilt euch Rekorde mit den Beatles und Elvis Presley. Mögt ihr dieses Hype-Level?

Josh: Es war immer unser Ziel, gross zu werden, aber um Preise und Hypes geht es uns nicht.

Tyler: Vor allem wollen wir uns nicht darauf ausruhen. Ein neues Album muss das letzte immer überbieten. Das sind wir unseren Fans schuldig. Und auch uns selbst.

Was macht «Trench» besser als «Blurryface»?

Tyler: Es ist eine Art Fortsetzung, aber diesmal ist es eine Geschichte, eine ganze Welt, in der wir uns platzieren.

Ihr singt wieder konkret über Themen wie Depression und Suizid. Habt ihr nie Angst, missverstanden zu werden?

Tyler: Bei einigen Songs haben wir lange diskutiert, aber das Risiko lässt sich einfach nie ganz eliminieren. Irgendwann musst du loslassen, sonst baust du dir dein eigenes Gefängnis.

«Stressed Out» hat vor drei Jahren Wellen geschlagen.

Tyler: Ja. Aber mit «Trench» ging es uns nie darum, einen Stein in der Popkultur ins Rollen zu bringen. Wir wollen nicht mehr und mehr Fans gewinnen, sondern denen, die uns seit Jahren begleiten, Danke sagen.

Die Tour habt ihr nach dem Song «Bandito» benannt. Was hat es damit auf sich?

Tyler: Ich mag es, simplen, emotional geladenen Wörtern wie eben Trench oder Bandito eine neue Bedeutung zu geben. Unsere Fans und die Community, die wir mit ihnen teilen: Für mich sind wir Banditos. Es machte nur Sinn, die Tour danach zu benennen.

Der Song zur Tour ist eine emotionale Achterbahn und eines der Highlights auf dem neuen Album. (Video: Youtube)

Wie nehmt ihr an dieser Community tatsächlich teil?

Josh: Unsere Fans beeinflussen viele unserer Entscheidungen aus der Ferne. Wenn wir einen Vibe aufgreifen, wirkt sich das darauf aus, wie wir klingen oder auch wie unsere Show aussieht. Es beeinflusst, was wir cool finden.

«Trench» gibts auf allen gängigen Kanälen zu kaufen und zum Streamen. Am 23. Februar spielen Twenty One Pilots ihr einziges Schweizer Konzert im Zürcher Hallenstadion.

Auch «My Blood», das neuste Video zum neuen TOP-Album, kann man als Fan-Hommage lesen. (Video: Youtube)

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