17.06.2020 10:06

Die Post äussert sich zum Rausschmiss per Twitter«Es war nie unsere Absicht, Mimi Jäger Rassismus vorzuwerfen»

Influencerin Mimi Jäger kritisierte auf Instagram «Black Lives Matter»-Demos. Ihr Kooperationspartner Post distanzierte sich daraufhin. Jetzt entschuldigt sich das Unternehmen für sein Vorgehen.

von
Christina Duss
Mimi Jäger erntet Shitstorm nach Aussagen zu «Black Lives Matter»-Demonstration

Mehrere Vertragspartner haben Mimi Jäger aufgrund ihrer unsensiblen Äusserungen die Zusammenarbeit gekündigt.

20 Minuten 

Darum gehts

  • Wegen der «Black Lives Matter»-Demonstration hatten Mimi Jäger und Rafael Beutl am Samstag Schwierigkeiten, mit dem Auto in die Zürcher City zu fahren.
  • Darüber regte sich das Paar via Instagram auf. «Jetzt habt ihr dann langsam genug demonstriert», findet Mimi.
  • Die Reaktionen darauf fallen heftig aus: Mimi spricht von Morddrohungen und dass ihre ganze Familie aufs Übelste beleidigt werde. «So viel Hass ist absolut inakzeptabel», sagt sie zu 20 Minuten.
  • Nun distanzieren sich erste Kunden von Influencerin Mimi: Die Post und Mobiliar kündigen das Ende der Zusammenarbeit an. Ikea dagegen findet: «Es geht deutlich zu weit, Mimi als Rassistin zu brandmarken.»
  • Mimi fordert von der Post eine Entschuldigung, worauf die Post nun reagiert.

Am Montag haben Kooperationspartner auf den Shitstorm gegen Ex-Ski-Freestylerin Mimi Jäger reagiert: Die Post etwa distanzierte sich via Twitter von der Influencerin und kündigte an, nicht mehr mit ihr zusammenzuarbeiten. Jäger verlangte darauf von der Post eine Entschuldigung, wie sie in der Sendung «TalkTäglich» auf Tele Züri sagte. «Die Post hat einen Riesenschaden angerichtet», so Jäger.

Nun äussert sich die Post zur Forderung: «Es war nie unsere Absicht, Mirjam Jäger Rassismus vorzuwerfen. Wenn durch unseren Tweet dieser Eindruck entstanden ist, dann tut uns das leid.» Und weiter: «Es ist uns ebenso wichtig, dass in der Schweiz die freie Meinungsäusserung möglich ist – und dazu gehören auch Demonstrationen.»

«Die Feindseligkeiten sind inakzeptabel»

Die Post gesteht zudem falsches Vorgehen ein: «Dass wir mit Mirjam Jäger vor dem Tweet nicht persönlich in Dialog getreten sind, war nicht richtig.» Aber man habe am Dienstagnachmittag das persönliche Gespräch mit Mirjam Jäger gesucht. Und bedauere, dass man sich bisher erst mit Mimi Management austauschen konnte.

«Es ist uns wichtig, jetzt aus erster Hand die persönliche Sicht der Dinge von Mirjam Jäger zu hören und zu verstehen. Das erlaubt uns auch, eine abschliessende Meinung zu bilden.»

Die Post spricht sich ausserdem klar gegen die Hassnachrichten aus, die Mimi Jäger bekommen hat: «Die Feindseligkeiten und Drohungen, die Mirjam Jäger aktuell widerfahren, erachten wir als absolut inakzeptabel.»

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