«Es war reine Zerstörungswut»
Aktualisiert

«Es war reine Zerstörungswut»

1363 Sachbeschädigungen innerhalb der ersten drei Monate dieses Jahres – das ist die traurige Bilanz der Kantonspolizei Bern. «Es war reine Zerstörungswut. Diebstahl gab es keinen», sagt Kaposprecher Jürg Mosimann im Gespräch mit 20minuten.ch

von
Tina Fassbind

«Uns ist aufgefallen, dass nach jedem Wochenende zahlreiche Meldungen von Sachbeschädigungen bei uns eingegangen sind», schildert Jürg Mosimann, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern, die Ereignisse gegenüber 20minuten.ch. Eine Auswertung der Daten ergab dann die traurige Bilanz: 407 Sachbeschädigungen im Januar 2008, 368 im Februar und 588 im März dieses Jahres. Geamthaft also 1363 Sachbeschädigungen in allen Polizeiregionen im Kanton Bern.

100 Sachbeschädigungen alleine letztes Wochenende

Allein am vergangenen Wochenende wurden der Polizei nicht weniger als hundert Sachbeschädigungen gemeldet. Mit 44 Meldungen waren die Stadt und die Agglomeration Bern am stärksten betroffen. 23 Meldungen stammen aus dem Raum Seeland/Berner Jura, 18 aus der Region Mittelland-Emmental-Oberaargau und 15 aus dem Berner Oberland. Eine ähnlich hohe Zahl an Sachbeschädigungen wurde auch an den beiden vorangegangenen Wochenenden registriert. Ein direkter Vergleich mit den Vorjahren lässt sich nicht ziehen, da die ab 1. Januar 2008 gültige Polizeiregion Bern nebst der Stadt Bern neu auch die Agglomerationsgemeinden beinhaltet.

Kaputte Scheiben, besprayte Fassaden

«Wir sehen auch, was genau demoliert wurde. Es waren vorwiegend Autos, die in Mitleidenschaft gezogen wurden», so Mosimann. Fassaden und Türen wurden mit Farbe besprayt, Scheiben gingen zu Bruch, Schaufenster wurden eingeschlagen, «aber es gab keinen Diebstahl. Es war reine Zerstörung.»

Immerhin: Im Zuge der Ermittlungen konnten kürzlich in der Stadt Bern und in Thun mehrere Tatverdächtige vorübergehend festgenommen werden. Einzelne haben gestanden, an Sachbeschädigungen beteiligt gewesen zu sein.

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