Kongo: Es waren mehr als 500 Vergewaltigungen
Aktualisiert

KongoEs waren mehr als 500 Vergewaltigungen

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist im August zu mehr als 500 Vergewaltigungen gekommen. Die UNO aktualisierte frühere eigene Angaben.

Es gebe noch eine grosse Zahl von Fällen, die noch nicht gemeldet wurden, da die Betroffenen sich schämten, sagte Margot Wällström am Montag in Genf. Sie ist die UNO-Sonderbeauftragte für sexuelle Gewalt.

Die UNO hatte am vergangenen Freitag noch von 303 Frauen, Männern und Kindern berichtet, die zwischen dem 30. Juli und dem 2. August vergewaltigt worden waren.

Wallström hält sich diese Woche in Kongo auf und will dabei mit den Behörden erörtern, wie künftig vermieden werden könne, dass solche Täter straffrei wegkommen.

«Genug ist genug», sagte Wallström in Genf. Es sei unbedingt nötig, die Täter dieser Verbrechen zu bestrafen und damit ein klares Zeichen zu setzen.

Sie sei erst am 21. August über die Angriffe unterrichtet worden. Hinter der Attacke stehen laut UNO die örtliche Miliz Mai Mai Cheka, die Rebellen der Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) und Anhänger des desertierten Obersts Emmanuel Nsengiyumva.

Sie hatten 13 Dörfer in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu überfallen, gemäss UNO als Strafaktion. Sie warfen den Dorfbewohnern vor, mit der kongolesischen Armee zu sympathisieren. (sda)

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