Abzug aus Afghanistan - «Es werden noch einige sehr heisse Tage werden bis zum endgültigen Abzug»
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Abzug aus Afghanistan «Es werden noch einige sehr heisse Tage werden bis zum endgültigen Abzug»

Wieder Angriffe in Kabul. Die Bedrohungslage am Flughafen, wo die letzten militärischen Evakuierungen laufen, ist hoch. Roland Popp von der Militärakademie an der ETH hofft auf die Taliban.

von
Ann Guenter
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Am Sonntag ereigneten sich in Kabul mehrere Explosionen. Eine US-Dohne nahm «mehrere IS-Attentäter» ins Visier, wie das Pentagon mitteilte.  

Am Sonntag ereigneten sich in Kabul mehrere Explosionen. Eine US-Dohne nahm «mehrere IS-Attentäter» ins Visier, wie das Pentagon mitteilte.

Lokale Medien berichten gleichzeitig von einem Einschlag einer Mörsergranate in einem Privathaus im 15. Polizeibezirk. Dabei seien mehrere Menschen getötet worden, darunter Kinder. Im 15. Polizeibezirk befindet sich auch der Flughafen.  

Lokale Medien berichten gleichzeitig von einem Einschlag einer Mörsergranate in einem Privathaus im 15. Polizeibezirk. Dabei seien mehrere Menschen getötet worden, darunter Kinder. Im 15. Polizeibezirk befindet sich auch der Flughafen.

REUTERS
Am Donnerstag war es zu  Attentaten rund um den Flughafen gekommen, bei denen Dutzende Menschen starben. 

Am Donnerstag war es zu Attentaten rund um den Flughafen gekommen, bei denen Dutzende Menschen starben.

via REUTERS

Darum gehts

  • Beim Abzug der US-Truppen aus Kabul spitzt sich der Kampf gegen die Terrormiliz IS zu.

  • Eine Drohne des US-Militärs tötete mehrere Selbstmord-Attentäter.

  • Auch schlug offenbar eine Mörsergranate in ein Haus ein. Unter den Opfern sind auch Kinder.

  • Roland Popp von der Militärakademie an der ETH sagt letzte heisse Tage vor dem definitiven Abzug voraus – und hofft auf die Taliban.

Im Zuge ihrer Evakuierungsmission aus Afghanistan haben die USA am Sonntag mit einem Drohnenangriff ein mit Sprengstoff beladenes Auto zerstört. Darin seien sich «mehrere Selbstmord-Attentäter des «IS-K» gewesen. Die ausgelösten Explosionen belegten, dass das Fahrzeug mit einer «grossen Menge an Sprengstoff» beladen gewesen sei.

Bei dem Drohnenangriff wurden laut einem afghanischen Funktionär Zivilisten getötet, darunter drei Kinder. Lokale Medien berichteten dagegen, dass eine Mörsergranate das Kabuler Privathaus im 15. Polizeibezirk getroffen habe. Im 15. Polizeibezirk befindet sich auch der Flughafen. Die Lage bleibt unübersichtlich.

Klar ist, dass die Bedrohung durch Anschläge am Flughafen, wo die letzten militärischen Evakuierungen laufen, sehr hoch ist. Erst am Donnerstag hatte sich dort an einem Tor ein Attentäter der IS-Terrormiliz in die Luft gesprengt. Dutzende wurden getötet, darunter auch 13 US-Soldaten und US-Soldatinnen im Alter zwischen 20 und 31 Jahren.

Sicherheits- und Nahost-Experte Roland Popp von der Militärakademie (MILAK) an der ETH Zürich beantwortet Fragen rund um die heikle Lage. DA Gespräch wurde am Freitag aufgezeichnet.

Roland Popp, wieso will der IS noch Anschläge um den Flughafen verüben?

Wie sieht es bis zum Abzug am 31. August aus?

Was sagen Sie zum letzten IS-Anschlag am Flughafen Kabul?

Wie werden die USA reagieren?

Hat der «Original»- IS das Land als neue Basis im Visier?

Wie eng sind IS und IS-K verbunden?

Wird Afghanistan wieder zur Hochburg von Terroristen?

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