04.06.2015 10:41

Falscher Fuffziger

Es wimmelt von gefälschten Euro-Noten

Gefälschte Geldscheine kann man mittlerweile sogar im Internet bestellen. Keine Wunder, tauchen mehr Blüten auf.

von
dpa/hal
Links eine Blüte, recht der echte Schein: Unter der UV-Lampe werden die meisten Fälschungen sichtbar.

Links eine Blüte, recht der echte Schein: Unter der UV-Lampe werden die meisten Fälschungen sichtbar.

Trotz Spezialpapier, Wasserzeichen und Geheimmarkierungen, die man nur unter UV-Licht sieht: Der Euro ist alles andere als fälschungssicher.

60.800 Blüten sind letztes Jahr in Deutschland aus dem Verkehr gezogen worden – fast 60 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Fast die Hälfte davon waren 50-Euro-Scheine, ein Drittel 20er-Noten.

1,65 Millionen Blüten sichergestellt

In allen EU-Staaten zusammen wurde im Vergleich zu 2013 sogar 216 Prozent mehr Falschgeld entdeckt, davon große Mengen in Rumänien und Italien. Die Europäische Zentralbank entdeckte rund 1,65 Millionen Blüten im Wert von 93,5 Millionen Euro.

An die Scheine kommt man heute leicht: Organisierte Fälscher bieten sie auf illegalen Handelsplattformen im Internet an. Einige Blüten sind täuschend echt gemacht.

Blüten in Geschäften

Aber nicht alle – ein großer Teil der Blüten stammt immer noch aus dem Farbkopierer oder aus dem Farbdrucker. Banken würden dies bemerken, weshalb die Fälscher versuchen, das Geld unter das Volk zu mischen.

So bezahlen sie mit den Blüten in Lebensmittelläden und Restaurant – und erhalten echtes Wechselgeld. Am Ende kann so das Falschgeld bei jedem in der Brieftasche landen.

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