Aktualisiert 09.10.2012 18:48

Federers heisser Herbst«Es wird ein aufregendes Rennen»

Roger Federer und Novak Djokovic schreiten zum viertletzten Akt im Duell um die Weltnummer 1 am Jahresende. Das Selbstvertrauen ist bei beiden hoch – doch Federer glaubt seinen Vorteil zu kennen.

von
fox

Dank dem Turniersieg in Peking verkürzte Novak Djokovic den Rückstand in der ATP-Weltrangliste auf Roger Federer auf 835 Punkte. Im Jahresrennen liegt der Serbe jetzt gar 1515 Zähler vor dem Schweizer. Keine Frage: Federer ist bei den letzten vier Turnieren arg unter Druck, will er sich zum Jahresende einen weiteren Rekord schnappen – denjenigen als älteste Weltnummer 1 zum Abschluss einer Saison.

«Ich fühle mich frisch genug und habe Lust auf Tennis», erklärt der 31-Jährige vor dem Turnierstart – welcher wohl am Mittwoch erfolgen wird – gegenüber der ATP. Er habe nach dem Davis Cup die Zeit mit der Familie genossen, komme aber gerne nach China. Dass es im Kampf um den Leaderthron heiss werden wird, weiss der Maestro: «Es wird ein aufregendes Rennen um die Weltnummer 1. Drei Spieler können es noch schaffen – natürlich möchte ich Ende Jahr zuoberst stehen.» Federer denkt also auch noch an Andy Murray, welcher - auch wenn die Chancen minim sind - theoretisch den Thron ebenfalls noch besteigen könnte.

Federer hofft auf die Frische

«Zuerst möchte ich aber hier in Schanghai gutes Tennis zeigen», fährt Federer fort. Erreicht er mindestens die Viertelfinals, würde er am Montag als erster Spieler die 300-Wochen-Marke knacken. «Ich habe das Selbstvertrauen, um hier zu siegen. Aber man weiss nie, was kommt.» Natürlich seien die Spieler, welche in der letzten Woche in Tokio oder Peking antraten besser im Tritt, aber er sei frischer. «Das zahlt sich womöglich gegen Ende des Turniers aus», hofft die Weltnummer 1.

Zu einem dieser Spieler, die letzte Woche im Einsatz standen, gehört Novak Djokovic. Der Serbe schuf sich mit dem dritten Sieg in Peking eine optimale Ausgangslage für das Saisonfinale. «Der Sieg in Peking hilft mir sicher», weiss der 25-Jährige und fügt an: «Die Nummer 1 zum Saisonende ist mein Ziel.» Die Chancen stehen sehr gut. Um gross zu rechnen ist es noch zu früh. Aber angenommen Federer scheitert in den Viertelfinals von Schanghai und Djokovic gewinnt das Turnier, wäre er mit einem nächsten Turniersieg in Basel so oder so bereits wieder zuoberst der Weltrangliste.

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