Lucien Favre: «Es wird ein harter Kampf»
Aktualisiert

Lucien Favre«Es wird ein harter Kampf»

Hertha Berlin hat mit dem Schweizer Trainer Lucien Favre die beste Vorrunde der Vereinsgeschichte gespielt. Vor dem Rückrundenstart gegen Eintracht Frankfurt warnt der Romand jedoch vor Überheblichkeit. Ihm fehlen zudem mehrere Mittelfeldspieler verletzungsbedingt.

von
Herbie Egli

Die neuste Hiobsbotschaft für Lucien Favre und die Hertha ist der Ausfall von Fabian Lustenberger. Der Luzerner zog sich einen Ermüdungsbruch zu und fällt rund zwei Monate aus. Neben dem Schweizer Mittelfeldspieler fehlen Lucien Favre auch Kacar und Dardai beim Rückrundenstart. Favre wäre aber nicht Favre, wenn er kein passendes Rezept dafür hätte.

«Es wird ein harter Kampf»

Lucien Favre sieht sich und Hertha Berlin nicht in der Jägerrolle, sondern in der Rolle der Gejagten. «Wir dürfen jetzt nicht anfangen zu träumen. Es wird bis zum 23. Mai ein harter Kampf», wird der 51-jährige in einem «Kicker»-Interview zitiert. Er glaubt auch, dass die Rückrunde härter wird als die Vorrunde. «Die anderen Mannschaften kennen uns jetzt. Stuttgart, Bremen und Wolfsburg werden von hinten drängen. Deshalb müssen wir noch mehr laufen und kämpfen.»

Hertha Berlin wird die Rückrunde auch ohne grosse Verstärkungen in Angriff nehmen. Favre wollte Ende letzten Jahres den brasilianischen Linksverteidiger Junior Cesar nicht und der Transfer von Scott Chipperfield platzte aus gesundheitlichen Gründen. «Wir probieren unser Bestes, aber ohne grosse finanzielle Mittel ist es schwierig. Chipperfield hätte uns gesund weiterhelfen können», sagt Lucien Favre. Der Romand hat aber offenbar noch ein Spieler an der Angel. Der Ex-Leverkusner Marko Babic von Betis Sevilla wird bei Hertha hoch gehandelt.

«An den Posten als Nationaltrainer denke ich überhaupt nicht»

Lucien Favre steht nicht nur bei Hertha Berlin hoch im Kurs, sondern auch beim Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld. Dieser sagte jüngst, er könne sich vorstellen, dass Favre ihn als Nationaltrainer irgendwann ablösen wird. Favre selbst hält jedoch nichts davon: «An den Posten als Nationaltrainer denke ich überhaupt nicht», entgegnet er auf solche Anspielungen. «Ottmar hat auch gesagt, dass die Hertha in den nächsten fünf Jahren Meister werden kann. Er hat viel Vertrauen in meine Arbeit. Ich konzentriere mich auf Hertha.»

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