Es wird geschossen in Zürich
Aktualisiert

Es wird geschossen in Zürich

Das 108. Zürcher Knabenschiessen ist prächtig gestartet. Bereits zwei Jugendliche haben am Samstagmorgen beim traditionellen Schiesswettbewerb das Maximum von 35 Punkten erzielt.

Die grosse Chilbi wurde bei Sonnenschein eröffnet.

Die beiden Schützen sind mit ihrem Top-Resultat für den Ausstich vom Montag qualifiziert. Sie heissen Ramon Gmür (Zürich) und Alexander Zündorf (Hinteregg) und sind beide 13-jährig. Dahinter klassierten sich vier Teilnehmende - darunter ein Mädchen - mit 34 Punkten.

Diese guten Resultate seien nichts Aussergewöhnliches, sagte Knabenschiessen-Sprecher Rolf André Siegenthaler auf Anfrage. Am Morgen herrsche ein besseres Licht zum Schiessen. So seien die hoten Punktzahlen in den ersten beiden Stunden geschossen worden.

Der Schiesswettbewerb wird am Samstag- und Sonntagnachmittag sowie am Montagmorgen fortgesetzt. Im Ausstich um 11 Uhr wird dann der König oder die Königin gekürt, sofern ein Mädchen noch 35 Punkte schiesst.

Mit 5000 Schützen gerechnet

Bislang haben rund 1200 Jugendliche mit einem "Sturmgewehr 90" liegend ihre fünf Schuss abgegeben. Die Organisatoren rechnen bis am Schluss mit rund 5000 Jungschützinnen und Jungschützen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Seit 1991 dürfen auch Mädchen am Anlass teilnehmen. Zweimal gelang es einer Schützin bisher, die Königskrone davonzutragen.

Der Auftakt des Zürcher Volksfestes ist auch wettermässig geglückt. Bei Schiessbeginn um 8 Uhr schien bereits die Sonne über dem Festgelände auf dem Albisgüetli. Um 10 Uhr wurde dann die Chilbi mit 180 Marktfahrern und 130 Bahnen eröffnet. Es wird bis am Montagabend mit rund 300 000 Besucherinnen und Besuchern gerechnet.

Das Zürcher Knabenschiessen findet dieses Jahr bereits zum 108. Mal statt. Die Tradition geht gemäss Organisatoren auf die früher obligatorischen Drillübungen an Zürcher Schulen zurück.

(sda)

Deine Meinung