Adi Hütter: «Es wird klare Ansagen geben»

Aktualisiert

Adi Hütter«Es wird klare Ansagen geben»

Zehn Gegentore in zwei Spielen. YB-Trainer Adi Hütter muss und geht nach der 1:4-Pleite bei den Grasshoppers über die Bücher.

von
E. Tedesco

Das sagt YB-Trainer Adi Hütter zur Niederlage gegen GC und zehn Gegentoren in zwei Spielen. (Video: 20 Minuten)

Adi Hütter, zehn Gegentore in zwei Spielen können einem Trainer nicht gefallen. Wo setzen Sie den Hebel an?

Adi Hütter: Zuerst in der Innenanalyse und danach im Training. So kurz nach einem Spiel alles einzuordnen ist schwierig, aber sicher ist, dass uns die Länderspielpause gut tut. Wir haben eine schwierige Phase im Moment und darüber müssen wir nicht diskutieren. Das ist so. Aber ich bin sicher, dass wir aus dieser Pause stärker zurückkommen.

Das hat man zuletzt sicher auch schon gemacht, aber ohne grossen Erfolg wie es scheint.

Wir können natürlich darüber diskutieren, dass es einige Gegentreffer zu viel sind. Auch wenn man das Spiel gegen GC betrachtet, waren wir nach dem 1:1 ganz klar auf dem Drücker zum 2:1. Wenn man aber dann in einer Situation ein Tor kassiert, in der wir ganz einfach schläfrig waren – das kann man nicht anders sagen – dann wird es ganz klare Ansagen geben. Wenn ein Ball durch den Strafraum geht und der Offensivspieler schneller zum Einschiessen kommt als unser Verteidiger zum verteidigen, dann stimmt einfach etwas nicht und das passt keinem Trainer. Wir haben aber auch eine Spielweise, in der wir offensiv überzeugen, aber die Balance zwischen Offensive und Defensive nicht stimmt, das gilt es zu kritisieren.

Aber das ist kein Grund nach einem Treffer auseinanderzufallen?

Man kann sich auch hinten rein stellen und nur verteidigen. Wir haben individuelle Fehler begangen und das müssen wir auch nicht schön reden. Es ist ganz egal, wer hinten in der Viererkette spielt, denn wir machen grundsätzlich im individuell-taktischen Bereich zu viele Eigenfehler und werden dafür irrsinnig bestraft.

Liegt das am Mentalen?

Nein.

Aber?

Ich finde, dass wir in der Länderspielpause an diesen Fehlern arbeiten müssen, auch wenn es schwierig ist, weil nicht alle da und viele Jung-Nationalspieler auf der Reise sind. Aber wir werden mit jenen, die da sind, bestmöglich versuchen, an den Problemen zu arbeiten.

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