Federer über sein Problemknie - «Es wird noch einige Monate dauern, bis ich wieder Tennis spielen kann»
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Federer über sein Problemknie«Es wird noch einige Monate dauern, bis ich wieder Tennis spielen kann»

Roger Federer weilte am Wochenende als Zuschauer beim Laver Cup in Boston und äusserte sich dabei in einem Interview mit Tennis-Legende Jim Courier über den Zustand seines Knies und seine Zukunft.

von
Florian Gnägi
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Roger Federer sprach im Rahmen des Laver Cup über sein Knie und seine Zukunft.

Roger Federer sprach im Rahmen des Laver Cup über sein Knie und seine Zukunft.

Getty Images for Laver Cup
Der Maestro überraschte mit seinem Besuch in Boston Fans und Spieler zugleich,

Der Maestro überraschte mit seinem Besuch in Boston Fans und Spieler zugleich,

Getty Images for Laver Cup
Der Schweizer liess es sich nicht nehmen, mit den Spielern (wie hier Stefanos Tsitsipas) zu quatschen.

Der Schweizer liess es sich nicht nehmen, mit den Spielern (wie hier Stefanos Tsitsipas) zu quatschen.

Getty Images for Laver Cup

Darum gehts

  • Roger Federer überraschte am Wochenende mit einem unangekündigten Besuch beim Laver Cup.

  • Der Maestro äusserte sich dabei in einem Interview über seine persönliche Zukunft.

  • Erst müsse er wieder richtig laufen und rennen lernen, ehe er an Tennis spielen denken könne.

Der Laver Cup ist ein Tennis-Turnier, das auf Initiative von Roger Federer und dessen Manager Tony Godsick vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde. Dementsprechend ist es keine Überraschung, dass sich das Schweizer Tennis-Ass auch während seiner Verletzungspause für den Show-Event interessiert. Sehr wohl überrascht es aber, dass es sich Federer nicht nehmen liess, bei der diesjährigen Austragung des Laver Cup live vor Ort in Boston zu sein und nicht, wie angekündigt, vor dem TV seinen Berufskollegen zuzuschauen.

«Ich wusste wirklich nicht, ob ich es schaffen würde mit den Krücken», sagte der Baselbieter am Samstag in einem Interview mit US-Tennis-Legende Jim Courier am Rande des Events. Federer wollte mit seinem Besuch Fans und Spieler überraschen, was ihm sichtlich glückte: «Alle freuten sich, dass ich hier bin, ich erhielt einen grossartigen Empfang.»

«Ich muss erst wieder richtig laufen können»

Der 40-Jährige äusserte sich im Gespräch mit Courier auch detailliert über den Heilungsprozess seines verletzten Knies und über die nächsten Schritte in seinem Genesungsprozess: «Ich muss erst wieder richtig laufen können, dann richtig rennen, dann mich richtig seitlich bewegen und an der ganzen Agilität arbeiten, um schliesslich auf den Tennisplatz zurückkehren zu können.»

Die Entscheidung, sein Knie erneut operieren zu lassen, sei keine einfache gewesen, meint Federer: «Es war ein harter Prozess, weil ich schon einige Knie-OPs hinter mir hatte. Aber ich war einfach unglücklich, wie es in Wimbledon lief. Dort war ich nicht annähernd in der Form, in der ich sein wollte, weit weg vom Topniveau. Ich gab mein Bestes, aber manchmal ist es einfach zuviel.» Umso respektabler erscheint im Rückblick nun die Leistung des Schweizers an seinem Lieblingsturnier, wo er auf dem heiligen Rasen immerhin noch den Viertelfinal erreichte, bei dem er schliesslich dem Polen Hubert Hurkacz unterlag.

Australian Open 2022 wohl ohne Federer

Wann sich die Federer-Fans auf das Comeback ihres Lieblings freuen können, lässt der Maestro offen, betont aber, dass es durchaus noch länger dauern könnte: «Es wird noch einige Monate dauern, bis ich wieder Tennis spielen kann. Und dann, irgendwann im nächsten Jahr, sehen wir weiter.» Damit dürfte die Chance für eine Teilnahme Federers am Australian Open im kommenden Januar auf ein absolutes Minimum sinken.

Der 20-fache Grand-Slam-Champion zeigt sich im lockeren Talk aber trotz seiner langwierigen Knie-Probleme ausgesprochen relaxed und optimistisch: «Ich denke, das Schlimmste habe ich hinter mir. Ich habe mir Zeit genommen und fühle mich momentan richtig glücklich». Federer fügt auch an, dass es für ihn neben der angestrebten Rückkehr auf die ATP-Tour vor allem auch darum ginge, nach seiner Karriere körperlich beschwerdefrei sein zu können.

Laver Cup im nächsten Jahr mit dem Maestro?

In Boston nutzte Federer die Gelegenheit, um sich mit den Spielern der beiden Teams, aber auch mit den beiden Teamcaptains Björn Borg und John McEnroe, sowie Ikone Rod Laver und seinem früheren Kontrahenten Andy Roddick auszutauschen.

Der Schweizer lässt durchblicken, dass er bei der nächsten Austragung des Laver Cup im September 2022 in der 02-Arena von London nochmals als Spieler auflaufen möchte. Später einmal könne er es sich auch vorstellen, als Captain oder Vizecaptain von «Team Europe» dabei zu sein. «Das wäre grossartig. Das ist eine Woche, in der man einfach dabei sein will», so Federer.

Die heurige Ausgabe des Shot-Wettkampfes endete indes auch trotz der Absenz von Federer (sowie Rafael Nadal und Novak Djokovic) mit einem eindeutigen Resultat für die Europäer. Gleich mit 14:1 Siegen deklassierte die von US-Open-Sieger Daniil Medwedew angeführte Mannschaft das «Team World».

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