«Es wird noch viele Diskussionen geben»

Aktualisiert

«Es wird noch viele Diskussionen geben»

Nach der Fussball-Euphorie im letzten Sommer scheint die Schweizer Fussball-Nati an einem Tiefpunkt angelangt zu sein. Köbi Kuhn, vor drei Monaten zum Schweizer des Jahres gekürt, steht plötzlich im Kreuzfeuer der Kritik.

Für böses Blut sorgte nicht nur das Gerangel um die Frage, wer Captain werden soll, sondern auch die zunehmend schlechten Ergebnisse der Nationalmannschaft. Im Zuge der Diskussion wurden auch richtig böse Dinge über Kuhn gesagt. Es ging nicht lange, bis Kuhns Kopf gefordert wurde.

Nach den zahlreichen Misstönen um die Schweizer Nati trafen im TV die Exponenten aufeinander. Nebst dem Nati-Trainer diskutierten unter anderen der SFV-Delegierte Ernst Lämmli, Alain Sutter sowei SF-Moderator und Kuhn-Kritiker Matthias Hüppi.

«Was hat Sie am meisten getroffen?» Das wollte also Moderator Matthias Aebischer im «Club» von dem Mann wissen, der vor drei Monaten noch als Schweizer des Jahres gefeiert wurde. Kuhn antwortete in der ihm eigenen, bedächtigen Weise: «Wer verliert schon gerne? Was vorher und was nachher geredet wird, ist Routine für mich. Schliesslich ist das schon meine dritte Krise. Und ich kann mit Kritik gut leben.»

Auf die Frage, ob er Fehler gemacht habe, meint Kuhn: «Ich Nachhinein weiss man es immer besser. Die Strategie des Trainers wird sowieso hinterfragt, sobald die Resultate nicht stimmen.» Kuhn kündete auch an, «dass es noch viele Diskussionen um Spieler geben» werde.

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