«Bachelor»-Liebe: «Es wird sehr schwierig»
Aktualisiert

«Bachelor»-Liebe«Es wird sehr schwierig»

Ein Paar sind sie nicht – Bachelor Rafael Beutl und seine Belinda haben aber Gefühle füreinander. Nur: Was wird jetzt aus den beiden? Experten zweifeln am Liebesglück.

von
Yves Schott

Bachelor Rafael Beutl und seine Belinda im ersten gemeinsamen Interview.

«Es ist ein Märchen, das hier gerade passiert», säuselt Belinda am Montagabend in die Kamera. Gerade eben hat sie von ihrem Traumprinzen Rafael Beutl die letzte Rose erhalten. Zurück im Alltag äussert sich die 28-jährige Visagistin schon viel nüchterner: «Wir schauen jetzt mal, was passiert.»

Ob die zwei Turteltauben eine gemeinsame Zukunft vor sich haben, darf zumindest bezweifelt werden. Lorenzo Leutenegger, der Sieger der ersten «Bachelor»-Staffel, und seine Cam trennten sich kurz nach dem Show-Finale. Bei Kult-Rosenkavalier Vujo Gavric und Michaela war der Traum geplatzt, bevor er überhaupt richtig angefangen hatte. Rafael sagt zumindest: «Es sind sehr schöne und intensive Gefühle da, es fühlt sich sehr vertraut an.» Eine gute Basis?

«Sie müssen beide wirklich wollen»

Sandra Köhldorfer ist skeptisch. Die Psychotherapeutin, die den Teilnehmern der Sat.1-Sendung «Hochzeit auf den ersten Blick» beratend zur Seite stand, sieht gleich mehrere Probleme, die sich beim aktuellen Bachelor und seiner Lady auftun: «Beide befinden sich in einer sehr narzisstischen Situation, weil sie sich in einem künstlichen Umfeld kennengelernt haben. Das heisst, beide sind sehr mit sich selbst beschäftigt und haben wenig Zeit und Raum, eigene Fantasien und echtes Begehren für die andere Person zuzulassen.»

Eine weitere Hürde sei, so Köhldorfer, dass Beutl in der Schweiz und Belinda in Berlin lebt. «Sie müssen beide wirklich wollen und sich darauf einlassen.» Und weiter: «Man müsste die gemeinsamen Treffen planen.»

«Von meiner Seite aus war das kein Fake»

Immerhin: Gänzlich aussichtslos scheint die Situation nicht zu sein. «Es kann funktionieren, auch wenn es sehr schwierig wird», meint die 33-jährige Österreicherin. Denn auch die Expertin weiss: «Liebe ist sehr irrational.» Falls denn aus dem TV-Techtelmechtel wirklich echte Liebe entstehen sollte.

Und wie reagiert der Berner auf diese wenig verheissungsvollen Prognosen? Ziemlich cool. «Die Distanz zwischen mir und Belinda ist sicher nicht hilfreich, aber auch kein Hindernis.» Nur die Aussage, er befinde sich in einer narzisstischen Situation, kann das 29-jährige Model nicht gutheissen: «Da muss ich klar widersprechen. Wenn ich in einer rein narzisstischen Situation wäre, hätte ich nicht so viel Emotionen in die Show reinbringen und mich so intensiv auf die Ladys einlassen können. Von meiner Seite aus war das kein Fake.»

Die Zukunft des Fernseh-Traumpaares steht also in den viel zitierten Sternen. Noch weiss ja nicht einmal Rafael selbst, ob die rothaarige Belinda tatsächlich in sein Beutl-Schema passt.

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