Delfintod im Connyland: «Es wirkt, als würde etwas verheimlicht»
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Delfintod im Connyland«Es wirkt, als würde etwas verheimlicht»

Connyland-Besitzer Roby Gasser zweifelt die Untersuchung der Todesursache seiner Delfine an. «Ich bin stinksauer», sagt er in einem Interview.

Nach dem Tod von Shadow und Chelmers will der Thurgauer Kantonstierarzt Paul Witzig Connyland genau unter die Lupe nehmen. Experten werden in einem neuen und umfassenden Gutachten untersuchen, ob die Haltung im thurgauischen Delfinarium akzeptabel sei. Weiter sollen sie auch die grundsätzliche Frage beantworten, ob in der Schweiz überhaupt eine artgerechte Delfinhaltung möglich ist, schreibt die «NZZ am Sonntag».

Wann die Fachleute ihre Arbeit aufnehmen und wie lange die Untersuchung dauert, wollte Witzig noch nicht sagen. Er sei aber bereits im Kontakt mit den Experten. Ermuntert worden zu einem Gutachten war der Kantonstierarzt nicht zuletzt vom Chef des Bundesamts für Veterinärwesen. «Einer Überprüfung des Connylands durch Spezialisten steht nichts im Weg», so Hans Wyss. Er betonte allerdings gleichzeitig, dass es nach bisherigen Informationen keinen Grund gebe, den Freizeitpark zu schliessen.

Tote Delfine im Connyland

Roby Gasser greift Tierschützer an

Connyland-Besitzer Roby Gasser sieht der Ankündigung ganz offensichtlich locker entgegen. «Wenn wir so viel falsch machen würden, wie die Tierschützer behaupten», so Gasser in einem Interview mit «Der Sonntag», «hätte man uns schon längst geschlossen.» Er ist «stinksauer» auf die Tierschützer, wie er betonte. «Sie sind an allem schuld. Sie haben die Leute gegen das Connyland aufgehetzt.»

Gasser und die Connyland-Verantwortlichen sind weiterhin überzeugt, dass die Delfine vergiftet wurden. «Antibiotika hat noch niemanden umgebracht», sagt Gasser. Es könne doch etwas nicht stimmen, wenn sie die Untersuchungsunterlagen nicht einsehen könnten. «Es wirkt auf mich, wie wenn etwas verheimlicht würde.» Auf die Frage, wer die Delfine denn vergiftet habe, antwortete Gasser: «Es gibt so viele Idioten auf dieser Welt.» Eine neue, unabhängige Instanz müsse nun ermitteln, nicht mehr die Thurgauer Staatsanwaltschaft. «Ich hoffe, die Wahrheit kommt an den Tag.»

An Aufgeben denken die Verantwortlichen von Connyland jedenfalls nicht: «Ja, natürlich», sagte Roby Gasser, sie würden auf jeden Fall weitermachen. Geschäftsführer Erich Brandenberger widersprach zudem in der «NZZ am Sonntag» den Berichten, das Delfinarium könnte die Show künftig nur mit den drei verbleibenden Tieren fortsetzen. Es sei offen, sagte Brandenberger, ob neue Delfine importiert würden. Noch fehlt allerdings das Einverständnis des kantonalen Tierarztes. Paul Witzig hat den Import neuer Delfine vorerst abgelehnt.

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