Weltraum: ESA will Schrott-Kommission
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WeltraumESA will Schrott-Kommission

Der Weltraum ist nicht ganz so leer, wie man oft glauben mag: Zu Meteoriten, Gasen und Staub gesellt sich immer mehr vom Menschen ins All geschossener Schrott. Weil dieser Abfall Satelliten gefährlich werden kann, soll er nun überwacht werden.

Unmengen von Schrottteilchen ziehen heute ihre Bahnen um die Erde, wie das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) mitteilte. Es handelt sich zum Beispiel um ausrangierte Satelliten oder Raketenteile, die ihre Pflicht erfüllt hatten.

Der Weltraumschrott ist für jene Satelliten eine Gefahr, die funktionstüchtig durchs All fliegen: Schon ein kleines Teilchen kann bei einer Kollision einen Satelliten stark beschädigen. Laut SBF ist es deshalb wichtig, die genauen Positionen der Schrottteile zu kennen, um nötigenfalls die Umlaufbahnen von Satelliten zu korrigieren.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA schlägt deshalb der Ministerkonferenz vom Dienstag und Mittwoch in Den Haag ein neues Programm zur Erfassung der Weltraumlage vor. Aller Weltraumschrott soll katalogisiert und überwacht werden. Auch Asteroiden könnten so frühzeitig erfasst werden.

Vorgesehen ist, für das Programm Satellitensensoren und Teleskope zu nutzen, die bereits bestehen. Gemäss dem SBF könnte auch die Schweiz bei diesem Projekt ihren Beitrag leisten: Gerade bei Beobachtungen von der Erde aus gebe es bereits kompetente Firmen und Forschungsinstitute. (sda)

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