Pratteln BL: Schwingfest-OK kann dank Privaten alle offenen Rechnungen zahlen

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Pratteln BLESAF kann dank Privaten alle offenen Rechnungen zahlen

Die Schlussrechnung des ESAF im Baselbiet ist ausgeglichen und sämtliche offenen
Rechnungen konnten bezahlt werden, so die Organisatoren am Montag. Lange war nicht klar, ob ein Millionendefizit droht. 

von
Jeanne Dutoit
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Jubel vor vollen Rängen: Sportlich war das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Pratteln ein voller Erfolg.

Jubel vor vollen Rängen: Sportlich war das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest in Pratteln ein voller Erfolg.

ESAF
Rund 400’000 Personen besuchten die Arena und die grosse Festmeile in Pratteln. Der Bau der Infrastruktur für das ESAF verschlang Millionen.

Rund 400’000 Personen besuchten die Arena und die grosse Festmeile in Pratteln. Der Bau der Infrastruktur für das ESAF verschlang Millionen.

ESAF
«Das Erreichen einer ausgeglichenen Festabrechnung stellt eine Herausforderung dar», vermeldeten die Organisatoren erst.

«Das Erreichen einer ausgeglichenen Festabrechnung stellt eine Herausforderung dar», vermeldeten die Organisatoren erst.

ESAF

Darum gehts

Vom 26. bis 28. August 2022 fand das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) in Pratteln statt. Am Montag kommunizierten die Organisatoren, dass sämtliche offenen Rechnungen bezahlt werden konnten. Lange war unklar, ob eine ausgeglichene Festabrechnung erzielt werden kann. 

«Die Phase nach dem Fest erwies sich als zäher Schlussgang, galt es doch eine Differenz zwischen Aufwand
und Ertrag von fünf bis zehn Prozent des Gesamtbudgets auszugleichen», schreiben die Organisatoren am Montag in einer Medienmitteilung. Der Präsidialausschuss des OK habe Mitte November 2022 alle Partner, Gläubiger und den Eidgenössischen Schwingerverband über die Rechnungsprognose informiert. Verbunden mit der Bitte, den Verein mit einem substantiellen Kostenerlass, einem Zusatzsponsoring oder einer anderen finanziellen Unterstützungsleistung entgegenzukommen, heisst es in der Mitteilung.

OK-Präsident Thomas Webersagt dazu: «Wir entschieden uns aufgrund der grossen medialen Aufmerksamkeit und im Interesse künftiger ESAF, über den Stand der Dinge auch öffentlich zu informieren.» 

Private sprangen in die Bresche

Die «rasche Lösung» kam zustande, weil sich Privatpersonen beim OK meldeten, die «den OK-Mitgliedern die Belastung durch einen unnötig langen politisch-medialen Prozess nicht zumuten wollten.» Diese haben dem Verein ESAF 2022 Pratteln «im Sinne des Schwingsports und des Baselbiets» gesamthaft eine Summe überwiesen, mit der eine ausgeglichene Schlussabrechnung erreicht werden konnte. Ganz ohne zusätzlichen Kantonsbeitrag, wie die Organisatoren schreiben.

Das OK werde nun seinen Antrag beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zurückziehen. Mitte Februar stimmte der Landrat der zusätzlichen Zahlung einer halben Million Franken noch zu. 

Die Gruppierung «Das Volk schwingt mit» lancierte anschliessend das Referendum gegen diese Ausgabenerhöhung. «Es darf nicht sein, dass Steuerzahlerinnen und Steuerzahler eine private Veranstaltung quersubventionieren und damit persönliche Versäumnisse der verantwortlichen Würdenträger finanzieren müssen», protestierten die Urheber. Das Referendum wird nun auch obsolet.

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