ESC-Fans wollen die Ukraine nur auf dem zweiten Platz sehen
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Umdenken vor FinaleESC-Fans wollen die Ukraine nur auf dem zweiten Platz sehen

Die Ukraine gilt als Favorit des diesjährigen Eurovision Song Contest. Dahinter dürfte auch ein politisches Zeichen stecken. Unter den ESC-Fans zeigen sich jedoch nicht alle gleich solidarisch. 

von
Lara Hofer

Sowohl spanische als auch englische Fans sind der Meinung: «Die Ukraine soll im ESC-Finale Zweiter werden.» Wie solidarisch die anderen Länden sind, siehst du im Video.

20 Minuten / Taddeo Cerletti

Darum gehts

  • Kurz vor dem Finale des Eurovision Song Contest 2022 in Turin steht fest: Die Ukraine gilt laut Wettquote nach wie vor als Favorit. 

  • Dahinter dürfte auch ein Zeichen der Solidarität stecken, wie Expertinnen und Experten vermuten.

  • Doch wie solidarisch sind die ESC-Fans der anderer Länder wirklich? 

  • Eine Umfrage von 20 Minuten zeigt (siehe Video oben), dass viele Fans auch der Ukraine die Daumen drücken. 

  • Andere hoffen klar auf den Sieg des eigenen Landes – und betonen, dass die Neutralität und musikalische Leistung nun mal vorgehe.

Am Samstagabend findet das grosse Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest in Turin statt. Ein Blick auf die Wettquoten zeigt: Mit 60 Prozent gilt die Ukraine nach wie vor als Favorit unter den diesjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Dahinter dürfte – nebst der Musik natürlich – auch ein politisches Zeichen stecken, wie Expertinnen und Experten vermuten. Wie solidarisch die europäischen ESC-Fans jedoch wirklich mit der Ukraine sind – und wo der Patriotismus und die Freunde an der Musik des eigenen Landes das Solidaritätsgefühl übertreffen – siehst du im Video oben.  

«Die Ukraine hat keinen würdigen Siegessong»

Die Schweizer ESC-Hoffnung Marius Bear (29) verriet gegenüber 20 Minuten: «Der ESC war schon immer ein politischer Event. Wenn die Ukraine gewinnt, ist das ein wunderschönes Zeichen und zeigt, dass Europa zusammenhält. Das ist mir wichtiger als mein Sieg oder der egoistische Gedanke, dass ich unbedingt gewinnen muss.» Der Appenzeller Musiker betont deshalb: «Ich würde mich darum freuen – und fände es gar wichtig – wenn die Ukraine gewinnen würde.»

Auch die deutsche TV-Moderatorin Alina Stiegler sagte gegenüber 20 Minuten: «Der ESC ist immer politisch – obwohl er natürlich versucht, es nicht zu sein.» Die Moderation gehe von einem Sieg für die Ukraine aus, und betont: «Die Leute werden aus Solidarität für die Ukraine stimmen, nicht aus Mitleid.» Den Song von Kalush Orchestra fände sie durchaus siegeswürdig. Der Schweizer ESC-Spezialist Tom Glanzmann sieht das anders: «Der Titel ist rein musikalisch betrachtet nicht gut genug, um ein würdiger Siegessong zu sein. Zu normalen Zeiten würde ich ihn nicht einmal in den Top Ten sehen.»

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