03.11.2020 16:20

Mehr Beatmungsgeräte reserviertEskalationsstufe für Spitäler und Kliniken wechselt von Grün auf Gelb

Aufgrund des Pandemieverlaufs herrscht in allen Berner Spitälern und Kliniken ab sofort die Alarmstufe Gelb. Trotzdem schöpft die kantonale Gesundheitsdirektion Hoffnung.

von
Lara Hofer
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Aufgrund der hohen Anzahl an Hospitalisierungen im Kanton Bern wechselt das GSI die Eskalationsstufe für Spitäler und Kliniken von Grün auf Gelb.

Aufgrund der hohen Anzahl an Hospitalisierungen im Kanton Bern wechselt das GSI die Eskalationsstufe für Spitäler und Kliniken von Grün auf Gelb.

Gaetan Bally/KEYSTONE
Alle Berner Spitäler und Kliniken sind davon betroffen und müssen jetzt enger zusammenarbeiten.

Alle Berner Spitäler und Kliniken sind davon betroffen und müssen jetzt enger zusammenarbeiten.

KEYSTONE/Edi Engeler
Damit die Spitalbetten schneller wieder frei werden, können die Spitäler nun vermehrt auch Patienten in Rehabilitationskliniken verlegen. 

Damit die Spitalbetten schneller wieder frei werden, können die Spitäler nun vermehrt auch Patienten in Rehabilitationskliniken verlegen.

Michael Schneeberger

Der Kanton Bern zieht die Corona-Schraube erneut an: Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) hat entschieden, die Eskalationsstufe für Spitäler und Kliniken im Kanton Bern von der Stufe 1 Grün auf Stufe 2 Gelb zu erhöhen. Die epidemiologische Entwicklung und die Ergebnisse der regelmässigen Kapazitätsabfrage führten zum Wechsel auf die zweite der vier möglichen Stufen. «Über das Wochenende sind im Kanton Bern 54 Hospitalisierungen dazugekommen», erzählt Gundekar Giebel, Leiter der GSI. Die Auswirkung auf die Hospitalisierungen folge immer erst 10 bis 15 Tage nach den effektiven Fallzahlen: «Da die Fallzahlen jetzt sehr hoch sind, erwarten wir ein solches Wachstum auch in den Spitälern», so Giebel. Wegen der steigenden Tendenzen und dieses Verzögerungsphänomens sei es jetzt nötig, zu handeln und die Eskalationsstufe zu erhöhen.

Reha sollen Patienten übernehmen

Konkret bedeutet der Wechsel auf Stufe 2, dass die Spitäler und Kliniken nun Besuche einschränken können. Zudem wird die für Covid-19-Patienten reservierte Mindestanzahl an Beatmungsplätzen von 33 auf 55 erhöht. «Hinzu kommt, dass Rehabilitationskliniken künftig auch Patienten aufnehmen müssen», erklärt Giebel. Anstatt im Spital sollen sich Patienten nach einer geglückten Standardoperation von nun an auch in Rehakliniken erholen und überwacht werden. So werden die Spitalbetten schneller wieder frei. «Die Zusammenarbeit mit den Rehakliniken und den Berner Spitälern untereinander wird nun massiv verbessert», so Giebel.

Mut zur Hoffnung

Dies seien wichtige Schritte, um die Spitäler und Kliniken, so gut es geht, zu entlasten, so Giebel. Denn diese Entlastung sei dringend nötig: «Wenn die Fallzahlen weiterhin so hoch bleiben, sind die Berner Spitäler und Kliniken in ungefähr drei bis vier Wochen voll.» Doch von einer Überschreitung dieser Schwelle gehe er nicht aus: «In den letzten beiden Tagen hatten wir jeweils unter 600 positiv Getestete», so Giebel.

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530 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

joni

04.11.2020, 17:53

Ich verabschiede mich aus der Kommentarspalte. Einst lustig und zum Zeitvertreib, heute nur Einträge, Gebetsmühlen mässig, kopiert, kopiert, kopiert, immer dieselbe Leier. Und falsch, dass die Balken biegen. LG bliben xund

MuhammadDEPP

04.11.2020, 17:23

d'Pinguin Illi ist zum Glück nicht mehr unter uns

Markus

04.11.2020, 17:14

Leider vermisse ich oder ist es eine Absicht die Zahlen von Leuten die das Spital lebend wieder verlassen durften. Wenn ich all die publizierten Zahlen zusammenrechne müssten unsere Spitäler schon sehr lange voll sein. Also warum werden die Entlassungen nicht auch statistisch erfasst und noch besser publiziert..... Liebe Journalisten fragt doch das mal nach und schreibt auch darüber....