Aktualisiert 31.05.2004 22:47

InterviewEskobar: «Es gibt wenig Hoffnung für diese Welt»

Das schwedische Pop-Trio Eskobar frönt auch auf seinem neuen Album der Melancholie. 20 Minuten sprach mit Sänger Daniel (29) über «A Thousand Last Chances».

Sag mal, Daniel, warum stimmen einen die Eskobar-Songs immer so traurig?

Daniel Bellqvist: Wahrscheinlich, weil ich sie schreibe, wenn es mir schlecht geht. Ich arbeite nie an Songs, wenn ich glücklich bin.

Das klingt eher nach Kummerbube als nach Glückspilz.

Daniel: Ich bin kein Optimist. Ich glaube, dass es wenig Hoffnung für diese Welt gibt.

Ist das nicht arrogant – für einen Pop-Star, der alles hat?

Daniel: Ich denke ja nicht nur an mich, sondern an die ganze Welt – und wie die Menschen einander behandeln.

Euer neues Album heisst «A Thousand Last Chances». Das klingt ja recht optimistisch.

Daniel: Ja. Ich glaube, dass wir im Leben einem vorbestimmten Pfad folgen – und die Chancen darauf gar nicht verpassen können.

Warum hat das Album weniger Ecken und Kanten als seine Vorgänger?

Daniel: Weil wir es abwechslungsreicher machen wollten. Es klingt mal nach Country, mal nach Jazz. Das macht es vielleicht weniger kantig, dafür aber vielfältiger.

War es schwierig, nach dem Hit «Someone New» mit Heather Nova weiterzuarbeiten?

Daniel: Überhaupt nicht. Wir orientieren uns nicht am Druck von aussen. In der Hinsicht sind wir egozentrisch.

Claudia Schlup

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