Aktualisiert 08.02.2010 10:21

FC St. GallenEspenblock führt Anti-Gewalt-Kodex ein

Der Espenblock gibt sich
selbst Grundsätze: Die Fankurve ruft dazu auf, Sachbeschädigungen und aktive Gewaltausübung zu verhindern. Die Behörden begrüssen diesen Schritt.

von
Sascha Schmid

Im Kampf gegen Ausschreitungen an Fussballspielen appelliert nun auch der Fan-Dachverband (DV) an die Vernunft der Fans. So hat die aktive Szene mit dem DV eine Art Kodex erarbeitet, der am Samstag in der AFG-Arena per Flyer in die Kurve getragen wurde. Die Kern-Botschaft: «Sachbeschädigungen, Gegenstände aufs Feld werfen und aktive Gewaltausübung liegen keinesfalls drin!» Konkret wurden fünf Grundsätze erarbeitet. Zwei Punkte richten sich dabei gegen übermässigen Alkoholkonsum oder diskriminierende Aussagen. «Die Grundsätze wurden erarbeitet, um die Selbstregulierung in der Kurve zu fördern», so der DV. Damit sollen auch weitere Repressionen der Behörden verhindert werden.

Der St. Galler Polizeikommandant Pius Valier begrüsst die Initiative: «Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt, dass die Fans Verantwortung übernehmen.» Jetzt bleibe abzuwarten, ob die Grundsätze auch eingehalten werden. Der DV fordert im Flugblatt dazu auf, Verstösse gegen die Grundsätze zu verhindern. Mit welchen Konsequenzen Chaoten zu rechnen haben, ist aber noch unklar. Die aktive Szene werde «situativ entscheiden», heisst es beim DV bloss.

Demonstration von Pyrotechnik

Die Stadtpolizei ­fackelt heute selber Pyros ab – jedoch nur zu Schulungszwecken. Unter dem Titel «Demonstration von Pyrotechnik – Gefahr im Umfeld von Sportveranstaltungen» zeigt der Forschungsdienst der Stapo Zürich die Wirkung von Pyrotechnik. Rund 100 Personen von Sicherheitsdiensten, Feuerwehr, Polizei und Medien sind eingeladen. Der Dachverband schreibt derweil in seinen Grundsätzen, dass man weiter kontrolliert Pyros abbrennen will.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.