Esteriore: Attentat auf «Blick»-Redaktion
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Esteriore: Attentat auf «Blick»-Redaktion

Der Schweizer Eurovisions-Sänger Piero Esteriore hat die Nerven verloren. Mit der Begründung, das Boulevard-Blatt habe seine Familie beleidigt, rast er mit einem Mercedes in die Eingangstür der Redaktion.

«Dem, der das geschrieben hat, reisse ich die Eier ab!» soll der Basler Sänger und Ex-Musicstar-Kandidat gerufen haben, nachdem er durch die Blick-Fronttüre gekracht ist.

Die wüste Drohung gilt Blick-Redaktor und Weltwoche-Kolumnist Gion Mathias Cavelty. Er hat in der heutigen Ausgabe des Blicks Esteriores Geburtstagsparty als Mafia-Beerdigung bezeichnet. Im Artikel lässt Cavelty mit vielen kleinen Spitzen an der Familie kein gutes Haar - und das, nachdem er selbst als ihr Gast der Feier beiwohnen durfte.

Verhaftung

Nachdem der singende Coiffeur aus Laufen BL mit seinem Auto für Scherben am Gebäude gesorgt hatte, sei er rauchend aus dem Wagen ausgestiegen, in die Eingangshalle gerannt und habe signierte CDs hineingeschmissen, wie die News-Agentur SDA berichtete. Der Sänger sei nach der Amok-Fahrt verhaftet worden.

Der unter anderem von der SDA geäusserte Verdacht, das Ganze sei eine PR-Aktion, um auf Esteriores neuen Album aufmerksam zu machen, wurde von dessen Plattenfirma dementiert.

Claude Bravi, Verantwortlicher für Piero Esteriore bei der Plattenfirma Musikvertrieb, sagte gegenüber 20minuten.ch: «Es ist keine Promo-Aktion. Es ist nämlich ziemlich negativ für uns.» Ob durch Pieros Ausraster die Veröffentlichung seines Album gefährdet ist? «Wie es genau weitergeht, weiss ich noch nicht – wir haben heute noch ein Treffen mit seinem Anwalt vereinbart. Fest steht aber: 'Io vivo' wird am 12. Oktober veröffentlicht.»

«Gerade letzte Woche haben sie über ihn gespöttelt.»

Esteriores Mutter bestätigte gegenüber 20minuten.ch, dass er sich über den Artikel massiv genervt hat: «Ja, er hat sich halt sehr geärgert über den Bericht,» so Esteriores Mutter Rosetta, «wir telefonierten miteinander am Morgen. Er war irritiert – aber gefasst.» Nein, nichts habe darauf hingedeutet, dass der Sänger kurz darauf mit ihrem Auto in die «Blick»-Redaktion fahren würde.

Die Reaktion auf den Vorfall frustriert die Mutter des Sängers: «Nun sind alle in Aktion. Alle rufen uns an wegen dieser Sache. Aber wenn es um etwas Positives geht, wenn es darum geht, einen seiner Songs durchzulassen, dann interessiert es niemanden. Gerade letzte Woche haben sie bei einem Basler Lokalradio über ihn gespöttelt.»

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