Luzern: Estermann auf Plakaten als Nazi verunstaltet

Aktualisiert

LuzernEstermann auf Plakaten als Nazi verunstaltet

Die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann wirbt mit Weihnachtsplakaten für ihre Stiftung. Wie schon andere SVP-Plakate wurde Estermanns Bild Opfer von Vandalen.

von
Martin Erdmann
Mehrere Plakate von Yvette Estermann wurden verschmiert. (Bild: mer)

Mehrere Plakate von Yvette Estermann wurden verschmiert. (Bild: mer)

Ein Hakenkreuz auf der Stirn und ein Oberlippenbart wie Adolf Hitler: So verunstaltet lächelt Yvette Estermann an mehreren Orten in Luzern den Passanten entgegen. Unbekannte verschmierten mehrere der Plakate der Yvette-Estermann-Stiftung. «Ich werde Anzeige gegen unbekannt einreichen», so die empörte SVP-Nationalrätin. Die Täter vermutet sie in linksautonomen Kreisen: «Solche Menschen haben keine eigene Meinung und sind nur auf Zerstörung aus.» Plakate der SVP würden oft zu Zielscheiben der Vandalen, zuletzt bei der Ausschaffungsinitiative.

Bei den anderen Parteien verurteilt man die jüngsten Plakat-Attacken. Doch es sei kein Zufall, dass es die SVP am meisten betreffe. «Wer Hass schürt, bekommt diesen zurück», so David Roth von der Juso Luzern. Der CVP Kanton Luzern sind solche Probleme fremd: «Unsere Plakate sind nicht so polemisch wie diejenigen der SVP oder der SP», sagt Präsident Martin Schwegler. Deshalb blieben sie auch verschont. Ähnlich sieht es FDP-Präsident Peter Schilliger: «Wer provoziert, muss mit Gegenreaktionen rechnen.»

Seine Partei wolle mit Plakaten die eigenen Standpunkte klarstellen und nicht gegen andere schiessen.

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