Anschlag auf Kaserne: ETA-Attentäter zu 3860 Jahren Haft verurteilt
Aktualisiert

Anschlag auf KaserneETA-Attentäter zu 3860 Jahren Haft verurteilt

Im Jahr 5873 könnten die drei ETA-Attentäter wieder freikommen. Sie müssen für jedes Opfer 24 Jahre ins Gefängnis. Beim Anschlag auf eine Kaserne in Burgos wurden 160 Menschen verletzt.

Die drei Verurteilten: Daniel Pastor (L), Beatriz Etxebarria und Inigo Zapirain (R).

Die drei Verurteilten: Daniel Pastor (L), Beatriz Etxebarria und Inigo Zapirain (R).

Spaniens Justiz hat am Mittwoch drei Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA für deren Verwicklung in ein Autobombenattentat zu jeweils 3860 Jahren Haft verurteilt. Bei dem Anschlag auf eine Kaserne in Burgos im Juli 2009 waren 160 Menschen verletzt worden.

Für jedes Opfer erlegte das zuständige Gericht in Madrid den Angeklagten 24 Jahre Gefängnis auf, hinzu kamen jeweils 20 Jahre für die materiellen Schäden. Allerdings war 2003 durch eine Reform der Strafgesetzgebung in Spanien die zu verbüssende Höchststrafe wegen terroristischer Aktivitäten auf 40 Jahre begrenzt worden.

Bei dem damaligen Attentat handelte es sich um einen der letzten ETA-Anschläge. Die Untergrundorganisation erklärte im Oktober 2011 schliesslich nach gut vier Jahrzehnten ihren bewaffneten Kampf für ein unabhängiges Baskenland im Norden Spaniens und im Südwesten Frankreichs für beendet. Sie wird für den Tod von mehr als 820 Menschen verantwortlich gemacht.

Das Attentat im Juli 2009:

(Video: YouTube/moisejs) (sda)

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